Bahn

22. Januar 2018 | Von: Gernot Zielonka

Italien: Massiver Ausbau der Hochgeschwindigkeitsverbindungen

Die private italienische Eisenbahngesellschaft für Hochgeschwindigkeitszüge, die als Nuovo Trasporto Viaggiatori SpA (NTV) vor 12 Jahren gegründet wurde, hat ihren Namen in Italo SpA geändert und bereitet sich mit einem neuen Verwaltungsrat auf den Börsengang vor, der im Februar in Mailand stattfinden soll. Im Jahr 2017 beförderte Italo 12,8 Mio. Passagiere (+15,3%). In 2018 wird das Angebot an superschnellen Verbindungen quer durch Italien massiv ausgeweitet.

Der neue Verwaltungsrat hat am 19. Januar 2018 Flavio Cattaneo als Geschäftsführer (Amministratore Delegato) des Unternehmens bestätigt. Eine seiner ersten Amtshandlungen war die Bekanntgabe neuer Schnellverbindungen, die vor allem Firmenkunden zu Gute kommen. So wird Italo ab 01. Mai eine neue Verbindung auf der Strecke Turin - Mailand - Venedig mit den neuen EVO-Zügen in Betrieb nehmen, die den Norden in etwas mehr als 3 Stunden durchqueren werden. Die Anzahl von sechs täglichen Verbindungen ab 01.05.18 wird ab 01.07.18 auf 14 tägliche Verbindungen gesteigert.

Die drei durchfahrenen Regionen entwickeln fast 40 % des nationalen BIP, und die Bahnnachfrage, ausgedrückt in Personenkilometern auf der Strecke Turin - Mailand - Venedig, beträgt etwa 2 Mrd., eine der Strecken mit dem größten Potenzial in Italien. Entlang der neuen Transversale wird es auch Zwischenstopps in Brescia, Desenzano (ab Juni 2018), Peschiera del Garda, Verona, Vicenza, Padua und Mestre geben.

Der Einsatz der weinroten Italo-Hochgeschwindigkeitszüge auf dieser Strecke stärkt auch die bestehenden Verbindungen, wie z.B. zwischen Mailand und Turin. Die derzeit 18 täglichen Fahrten werden dort auf 26 pro Tag erhöht und garantieren so eine nahezu vollständige Stundenabdeckung in allen Tageszeiten. Ebenfalls neu soll 2018 eine Verbindung von Rom nach Bozen über Florenz, Bologna, Rovereto und Trient aufgenommen werden, sobald alle EVO betriebsbereit sind. Quelle: Italo / DMM  

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