Luftfahrt

08. Februar 2018 | Von: Gernot Zielonka

Besserer Service bei Laudamotion

Der einstige NIKI-Gründer, Formel 1-Weltmeister und TV-Kommentator Niki Lauda, hat zur allgemeinen Überraschung der Branche den Zuschlag für den „Rückkauf“ seiner einstigen Fluglinie NIKI erhalten (DMM berichtete). Ihn stört, dass die Airline unter Airberlin viel an Attraktivität verloren hat. Nun plant Niki Lauda, seine Fluglinie, die unter „Laudamotion“ firmiert, mit verbesserten Services an den Start zu bringen.

Zunächst schien es so, als sei der Deal mit der International Consolidated Airlines Group S.A (IAGI in trockenen Tüchern, den Airberlin- und NIKI-Insolvenzverwalter Flöther engefädelt hatte, nachdem die Lufthansa von der Europäischen Kommission ausgebootet worden war. IAG ist eine Holdinggesellschaft für British Airways, Iberia, Vueling und Aer Lingus. Mit 529 Flugzeugen und 101 Mio. Passagieren pro Jahr ist die IAG der drittgrößte europäische Luftfahrtkonzern. Die IAG wollte NIKI in ihre Billigairline Vueling integrieren und knapp 36 Mio. Euro für die Übernahme bezahlen; die Lufthansa hate sogar ein Gebot über 190 Mio. Euro abgegeben.  

Inzwischen ist auch bekannt, dass Lauda den Kaufpreis von unbestätigten 47 Mio. Euro aus eigener Tasche bezahlt haben soll. Thomas Cook und Condor ließ er außen vor, um selbst die Revitalisierung von NIKI schneller vorantreiben zu können. Laut dem 68-Jährigen, früher selbst Verkehrspilot, soll NIKI am 28. März wider flügge sein. Der neue Besitzer Kunden will den unter Airberlin minimierten Service wieder verbessern, um mehr und neue Passagiere zu gewinnen. Gegenüber dem „Stern“ äußerte Lauda, er wolle besser sein als die anderen. "Bei mir konnte man immer ein Wiener Schnitzel kaufen oder ein Sandwich. Und auch eine Zeitung haben die Passagiere bekommen." Quelle: DMM / Stern

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