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DB gibt Bus Vorrang vor dem Zug
Die Deutsche Bahn AG gewährt im Fernverkehr zwischen den Metropolregionen Nürnberg und Prag der Expressbus-Linie auf der Straße Vorrang vor dem Schienen gebundenen Fernverkehr. Fraglich, ob das Angebot so attraktiv ist, dass es auch Firmen annehmen.
Am Platz vor dem Nürnberger Hauptbahnhof eröffneten der Konzernbeauftragte für den Freistaat Bayern, Klaus-Dieter Josel, und einem Vertreter der Tschechischen Bahn (CD) am 8.8.2009 den schnellen Expressbusverkehr in Kooperation mit der CD.

Der OVF-Bus braucht von Nürnberg nach Prag 3:45 Stunden und ist ca. 90 Minuten schneller als die Bahn.

Nicht mit dem Komfort im Zug vergleichbar, aber für die DB die (vorerst) einzige Alternative.
Am Platz vor dem Nürnberger Hauptbahnhof eröffneten der Konzernbeauftragte für den Freistaat Bayern, Klaus-Dieter Josel, und ein Vertreter der Tschechischen Bahn (CD) den schnellen Expressbusverkehr nach Prag in Kooperation mit der CD.
Im Zweistundentakt verkehren die eigens beschafften Doppelstockbusse jetzt sechsmal täglich zwischen der Frankenmetropole und der Goldenen Stadt, und das ohne Zwischenhalt. Die Reisezeit verkürzt sich in jeder Relation auf 3:45 Stunden und liegt damit um rund 90 Minuten niedriger als auf der Schiene mit vielen Zwischenhalten.
Die neue Buslinie ersetzt den IC-Verkehr zwischen beiden Städten, der am 01. Dezember 2004 wegen mangelhafter Auslastung - angeblich nur ca. 200 Fahrgästen je Monat - und nicht wettbewerbsfähig langer Fahrzeiten eingestellt worden war.
Die Abfahrt- und Ankunftszeiten in Nürnberg sind auf die Zeiten der Fernverkehrszüge aus Frankfurt/M., Stuttgart und München abgestimmt. Betreiber der Linie ist die Omnibusverkehr Franken GmbH (Nürnberg), sie gehört zum Geschäftsfeld DB Bahn Stadtverkehr. Das Unternehmen kooperiert mit dem Geschäftsfeld DB Bahn Fernverkehr.
Um auf der Schiene bei der Reisegeschwindigkeit mithalten zu können, müssten etwa 500 Mio. Euro investiert werden, eine Investition, die daher weder auf deutscher noch auf tschechischer Seite größte Priorität genießt. Zwar betont das bayerische Wirtschaftsministerium immer wieder, dass es am Ausbau einer leistungsfähigen Bahnstrecke zwischen Bayern und Prag interessiert ist, tatsächlich aber blieb es bis jetzt bei Lippenbekenntnissen.
Die Bahn investierte im Freistaat zum Ausbau der Buslinie rund 3,5 Mio. Euro. Gleichzeitig entstanden 15 neue Arbeitsplätze. Die sieben Fahrzeuge umfassende neue vollklimatisierte Busflotte wurde orientiert am ICE-Komfort mit 18 Plätzen 1.





