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08. September 2009
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Geschäftsleute meiden die Spitzengastronomie

Die deutsche Hochpreis-Gastronomie erlebte 2009 einen heftigen Einbruch. Genaue Zahlen liegen laut Hotel- und Gaststättenverband Dehoga noch nicht vor. Große Probleme haben vor allem die Restaurants, die von „Spesen-Essern“ und Caterings leben.

Spitzengastronomie von Kempinski Private Aviation Catering

Wie die Wirtschaftswoche heute auf ihrer Website schreibt, spürt insbesondere die Sterne-Gastronomie die Zurückhaltung. So sollen z. B. im 3-Sterne-Lokal Schlosshotel Lerbach die Umsätze seit Ausbruch der Wirtschaftskrise um 20 % gesunken sein. Die „Spesenesser“ sind i. d. R. die Umsatzbringer für viele Nobelköche. Indes sehen viele Firmen nicht mehr ein, Unmengen an Geld für Speis’ und Trank auszugeben, weshalb den Spitzengastronomen die teuer bezahlenden Geschäftsleute oder Manager, die ihre besten Mitarbeiter und/oder Kunden nobel zum Essen ausführen, fehlen.

Und auch das Geschäft mit Banketten, Firmenfesten, Weihnachtsfeiern etc. bricht weg. Unternehmen, die wegen Sparmaßnahmen viele Mitarbeiter entlassen, können ein teures Essen im Gourmettempel nicht mehr mehr rechtfertigen, so die Wiwo (www.wiwo.de). Nur die Führungsebene traut sich noch in teure Restaurants.  

Die ersten Gastronomen hätten bereits die Segel gestrichen. So musste z. B. das Sternerestaurant Vitrum im Berliner Ritz Carlton Hotel dicht machen, im schwäbischen Thannhausen musste das Sternerestaurant Schreieggs Post seine Pforten schließen, das Landhaus Henze im Oberallgäu wurde stillgelegt. Dass es ein bitteres Jahresende werden wird, prophezeit Deutschlands Chef der Spitzenköche-Vereinigung „Jeunes Restaurateurs“, der Sternekoch Alexander Herrmann. Er befürchtet, dass es die großen rauschenden Feste nicht oder nur vereinzelt geben wird. Auch deswegen wird jede Menge Umsatz verloren gehen.  

Besser stehen die Restaurants da, die nicht von Spesenrittern aufgesucht werden, sondern von den Gästen, die  mit ihrem eigenen Geld kommen.  

Bis jetzt haben sich die Luxusrestaurants nicht an die allgemeine Entwicklung des Preis-Downgradings angepasst.

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