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22. November 2009
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Mit dem Thalys Köln-Paris unter drei Stunden

Ab 13. Dezember verkehren die Thalys-Züge von Köln über Brüssel nach Paris zwischen Aachen und Lüttich (Liège) über die neue belgische Hochgeschwindigkeitsstrecke HSL 3. Damit reduzieren sich die Fahrzeiten von Köln nach Brüssel auf 1:47 Stunden und nach Paris auf 3:14 Stunden. Es ginge sogar schneller als drei Stunden. DMM testete am Wochenende die superschnelle Verbindung in einer neu designten PBA-Garnitur.

Der abendliche Thalys Special vor der Abfahrt im Pariser Nordbahnhof.

Zusammen mit DMM waren noch einge namhafte Medien-Vertreter beim Thalys-test an Bord: Business-travel.de und Bahn-aktuell.net sowie zahlreiche Vertreter deutscher Reisebüros und Thalys-Geschäftskunden.

Den für den Deutschland-Verkehr genutzten Thalys PBA wurde ein neues schnittiges Außendesighn verpasst. Ferner wurden die Züge auch im Innern auf den aktuellen Stand gebracht.

Die neue 42 km lange belgische Schnellstrecke HSL3 zwischen Aachen und Lüttich verkürzt die Reisezeit der Thalys-Züge zwischen Paris und Köln auf 3:14 Stunden. DMM war sogar nur 3:06 Stunden unterwegs. Und es ging sogar unter drei Stunden.

In Köln beginnt und endet die Reise der schnellen Thalys-Züge. Ob sie jemals auch in weiter entfernte deutsche Ziele fahren werden, ist derzeit eher unwahrscheinlich.

Ursprünglich sollten die Thalys-Züge schon ab dem kleinen Fahrpanwechsel im Juni über die Die HSL 3 (Hogesnelheidslijn 3, französisch LGV 3 bzw. Ligne à Grande Vitesse 3), die nagelneue belgische Schnellfahrstrecke, die Lüttich mit der deutschen Grenze bei Aachen verbindet und Teil der Schnellfahrstrecke Paris–Brüssel–Köln ist, geführt werden. Doch dauerte die Umrüstung der rotsilbernen Flitzer auf die auf der Strecke installierte ETCS-Level-2-Signaltechnik länger als geplant.  

Um es vorweg zu nehmen: Die Schnellverbindung ist für Corporates insbesondere aus dem Raum Köln/Düsseldorf und dem angrenzenden Ruhrgebiet so gut wie alternativlos. Das Flugzeug braucht unterm Strich von Zentrum zu Zentrum länger, es ist unbequemer, bietet viel weniger Arbeitsmöglichkeiten und ist i.d.R. teurer. Weiterer Vorteil: Geschäftsreisende können ab Köln früher als bisher abfahren und haben so mehr effektive Nutzzeit in Brüssel, in Paris oder auch London.  

Die reinen Fahrzeiten sind bemerkenswert: Aachen -Lüttich jetzt 21 Minuten statt zuvor 47 Minuten, zwischen Köln und Brüssel sind Geschäftsreisende nur noch 1:47 Stunden unterwegs, phänomenal ist das Tempo für die gut 320 km von Brüssel nach Paris: Die legt der Thalys in sagenhaften 1:22 Stunden zurück. Insgesamt braucht der Thalys zwischen der Domstadt am Rhein und der französischen Hauptstadt nur noch 3:14 Stunden. Bei der DMM-Testfahrt vergingen trotz langsamer deutscher Strecke und drei Zwischenhalten 3:06 Stunden. Das beweist: Der Thalys könnte die Distanz zwischen der deutschen Metropole und der französischen Kapitale in weniger als drei Stunden schaffen: Dazu aber müsste es insbesondere auf deutscher Seite im Raum Köln flotter vorangehen. Aber es ist eine Eigenheit der deutschen Schnellstrecken, dass sie viele Kilometer vor ihrem eigentlichen Ziel enden und die Hochgeschwindigkeitszüge dann im Großvatertempo mehr oder weniger umständlich ans eigentliche Ziel geleitet werden.


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