News Automobil

06. Februar 2010
« VorherigeNächste »

Einheitsstecker zum Laden von Elektroautos

Die deutsche und die französische Automobilindustrie haben sich auf einen einheitlichen Stecker zum Aufladen von Elektrofahrzeugen geeinigt, teilt der VDA mit.

Deutsche und französische Autoindustrie haben sich am Wochenende auf einheitliche Stecker zum Laden von Elektroautos geeinigt.

 

Experten der deutsch-französischen Arbeitsgruppe „Elektromobilität“ haben sich am Wochenende auf einen einheitlichen Standard für Elektrofahrzeuge verständigt. Neben einer einheitlichen Steckverbindung gehören dazu ein intelligentes Lademanagement und Abrechnungssystem, das u.a. grenzüberschreitendes Laden und Abrechnen ermöglicht - vergleichbar mit dem Raoaming beim mobil Telefonieren.

„Damit setzt die auf Initiative der Wirtschafts­minister beider Nationen bereits Mitte 2009 gegründete bilaterale Expertengruppe einen entscheidenden Impuls für eine zukunftsorientierte und nachhaltige Mobilität in Europa“, betonte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Die Automobilindustrie hat die Ergebnisse maßgeblich mitgeprägt. Der VDA ist Moderator dieser Initiative. Als nächster Schritt sollen nun in einem grenzüberschreitenden Flottentest mit Elektro­fahrzeugen auf französischen und deutschen Straßen die Anforderungen auf ihre Praxistauglichkeit hin geprüft werden.  

Wissmann weiter: „Mit dieser Initiative übernehmen Deutschland und Frankreich eine Vorreiterrolle bei der Einführung nachhaltiger Mobilitätskonzepte in Europa und unterstreichen ihre Bereitschaft, die Elektromobilität zu fördern. Der Flottentest wird zeigen, dass auch bei der Elektromobilität die Landesgrenzen in einem vereinten Europa keine Hindernisse mehr darstellen.“ In einem gemeinsamen Positionspapier „Anforderungen an die Infrastruktur und die Schnittstellen“ - Download unter www.vda.de/infrastruktur-e-mobility -  werden die laufenden Normungs- und Standardisierungs­vorhaben dargestellt und konkrete Empfehlungen zu technischen Lösungen und zum Ausbau der Infrastruktur gegeben.

Im April 2009 hatten sich die Autohersteller schon mal geeinigt, und zwar auf eine dreiphasige Lösung, die bei 400 Volt und bis zu 63 Ampere arbeitet. Damit wären neue Anschlüsse in Häusern, an Tankstellen und in Tiefgaragen erforderlich. Der große Vorteil gegenüber dem Hausstromnetz (220 V) wäre die hohe Ladegeschwindigkeit. So sollen Akkus nicht innerhalb von Stunden, sondern von Minuten wieder aufgeladen werden.


Jetzt bookmarken:addthis.comask.comdel.icio.usdigg.comFurlgoogle.comLinkaARENAlive.comMister WongMyLink.denetscapenetvouzTechnoratiYahooMyWebYiggIt