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Ende einer Dienstwagenfahrt...
Margot Käßmann (51), Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), wurde am Samstag mit 1,54 Promille am Steuer erwischt, als sie bei Rot mit ihrem Dienstwagen über eine Ampelkreuzung in Hannover fuhr. Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt wegen Trunkenheit am Steuer.Ab 1,1 Promille liegt die „absolute Fahruntüchtigkeit“ vor. Der obersten Pastorin Deutschlands drohen eine Geldstrafe (von ca. einem Monatsgehalt) und ein Führerscheinentzug von voraussichtlich einem Jahr. Hinter Gittern landen wird sie wahrscheinlich nicht, auch so etwas sieht das Gesetz vor. Zudem gibt's sieben 7 Punkte in Flensburg.
Ob die Geschäftsreise der Kirchenfürstin weitere Folgen nach sich ziehen wird, etwa eine Rüge ihres Dienstherrn, ist die Frage. Erste Rücktrittsforderungen wurden laut. So legte der Vorsitzende der konservativen protestantischen Konferenz Bekennender Gemeinschaften, Ulrich Rüß, der Bischöfin einen Rücktritt nahe.
Margot Käßmann ist als Bischöfin und Ratsvorsitzende in einer besonders schwierigen Situation, zumal auch ihre Scheidung 2009 für Aufsehen gesorgt hatte. Gerade in ihrer Funktion ist Vorbildfunktion gefragt, meinen Experten.
Einem Sprecher der Landeskirche zufolge war Käßmann am Samstag auf einem privaten Termin. Sie habe zwar einen persönlichen Fahrer, den sie anfordern könne – der habe aber „auch mal dienstfrei“. Die Bischöfin sagte alle öffentlichen Termine für die weitere Woche ab.



