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01. Februar 2010
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Madrid-Lissabon in 2:45 Stunden

In drei Jahren wird eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke die Hauptstädte der beiden iberischen Länder, Madrid und Lissabon, in Normalspur verbinden. Geschäftsreisende sind dann in knapp zweidreiviertel Stunden von einer Metropole in der anderen.

Die Schnellfahrstrecke Lissabon–Madrid ist eine von fünf Hochgeschwindigkeitstrassen auf der iberischen Halbinsel – wobei vier die Grenze zwischen Spanien und Portugal queren –, die bis zum Jahr 2015 ihren Betrieb aufnehmen sollen. Gemeinsam mit den drei anderen, der Schnellfahrstrecke Lissabon–Porto, der Schnellfahrstrecke Évorá-Faro-Huelva, der Schnellfahrstrecke Aveiro-Madrid und der Schnellfahrstrecke Vigo–Porto sowie mit den bereits bestehenden Schnellfahrstrecken Madrid-Sevilla und Madrid-Barcelona soll auf der iberischen Halbinsel der Eisenbahnverkehr eine neue Dimension erreichen.

Mit der Planung in Normalspur von 1.435 mm statt in iberischer Breitspur soll auch die Verbindung mit Resteuropa auf dem Schienenweg vereinfacht werden. Die Züge sollen bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 350 km/h die Strecke in 2:45 Stunden absolvieren können.

Die Strecke wird in Madrid im Atocha-Bahnhof ihren Ausgangspunkt und in der Lissabonner Gare do Oriente den Endpunkt finden. Südlich von Lissabon wird der neue Großflughafen Lissabon-Alcochete (NAL) mittels Zweiglinie erschlossen. Die Strecke verlässt ab 2013 Madrid gemeinsam mit der Schnellfahrstrecke Madrid–Sevilla südwärts, biegt dann aber in südwestlicher Richtung in Richtung Mérida ab, welches mittels Zweiglinie erreicht werden soll. Dann soll die Strecke zur spanisch-portugiesischen Grenze führen, wo in Badajoz ein Haltepunkt (Elvas/Badajoz) vorgesehen ist. Danach führt sie durchs Alentejo, um den Bahnhof von Évorá zu erreichen, wo die Schnellfahrstrecke Évorá-Faro-Huelva aus der Algarve und Südwestspanien dazustößt. Danach sieht die Streckenplanung eine Linienführung über Moita vor, ehe die Strecke bei Lavradio in die Terceira Travessia do Tejo übergeht, um dann die Gare do Oriente von Süden her zu erreichen.

Der Flughafen in Alcochete wird über eine Zweiglinie einerseits an die Schnellfahrstrecke Lissabon-Madrid und andererseits an die Linha do Alentejo/Linha do Sul bei Pinhal Novo angeschlossen.


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