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05. März 2010
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Bahn fehlt Geld für Baumaßnahmen

Die Süddeutsche Zeitung verbreitet heute was DMM schon vor Wochen berichtete: Die Deutsche Bahn kann etliche vordringliche Aus- und Neubauprojekte vorerst nicht realisieren.

Hatte Bahnchef Rdüger Grube nund Verkehrsminister Peter Ramsauer noch vor einigen Wochen bestritten, dass es eine so genannte Streichliste gibt, so bestätigt sich nun doch das genaue Gegenteil. Danasch muss die DB sehr wohl den Ausbau ihres Schienennetzes drastisch drosseln. Viele der Projekte hätten bis 2015 fertig sein sollen, doch wie sich nun zeigt, ist ihre Finanzierung nicht einmal bis 2025 gesichert. Nach Ansicht der Opposition droht "ein Verkehrsinfarkt".

Laut dem seit Ende 2009 bereits bekannten Papier seien vor allem Ausbauten betroffen , aber auch mehrere Neubaustrecken, darunter die als besonders wichtig geltenden Trassen von Karlsruhe nach Basel, von Frankfurt nach Mannheim sowie von Fulda nach Frankfurt. Auch beim Aus- und Neubau der Strecke von Hanau über den Spessart zur NBS nahe Lohr/Main Richtung Würzburg bzw. Fulda nach Erfurt sowie bei der Trasse von Hannover Richtung Bremen und Hamburg (so genannte Y-Trasse) sei die Finanzierung offen. Diese Strecken wären zum Teil jetzt schon stark überlastet. Wenn in Zukunft der Güterverkehr wieder anzieht, würden weitere Engpässe drohen.

Bahn-Chef Rüdiger Grube hatte das Papier vor einigen Tagen im Verkehrsausschuss des Bundestags präsentiert. Daraus geht hervor, dass die Bahn bis 2025 jährlich 1,8 Mrd. Euro für Investitionen in die Infrastruktur benötigen würde, um die wichtigsten Projekte zu realisieren. Nach den derzeitigen Haushaltsplanungen stünden ihr jedoch ab 2011 - nach Auslaufen der Konjunkturprogramme - jährlich nur 1,16 Mrd. Euro zur Verfügung.

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