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DB wirft Frontal 21 Verwendung falscher Zahlen vor
Die im gestrigen Beitrag des ZDF-Magazins "Frontal 21" genannten Zahlen zur Finanzierung des Eisenbahninfrastrukturprojekts Stuttgart 21 sind nicht aktuell, teilt die Deutsche Bahn (DB) am Mittwoch in Berlin mit.Die Zahlen stünden im Widerspruch zu den im Dezember 2009 veröffentlichten Zahlen zur Projektfinanzierung, heißt es in der Stellungnahme. Anstatt aktuelle Zahlen zu verwenden, werden im Beitrag Berechnungen aus dem Jahr 2008 zitiert, nach denen die Deutsche Bahn durch den Verkauf von Grundstücken beim Projekt Stuttgart 21 mehr als 1,4 Milliarden Euro erlöst. Die bisher erzielten und für die Zukunft erwarteten Erlöse liegen selbst bei der Einrechnung einer günstigen Verzinsung deutlich unter einer Milliarde Euro.
Ebenfalls falsch ist die im Widerspruch zu aktuellem und öffentlich zugänglichem Zahlenmaterial stehende Behauptung, die Bahn beteilige sich mit nur 1,1 Milliarden Euro an dem Projekt. In der im April 2009 zwischen den Projektpartnern Bund, Land Baden-Württemberg und Deutscher Bahn unterzeichneten Finanzierungsvereinbarung ist der Anteil der DB inklusive der Anteile am Risikofonds auf insgesamt mehr als 1,8 Milliarden Euro festgelegt.
Diese Zahlen wurden mehrfach veröffentlicht, zuletzt im Dezember 2009, und sind auch der Redaktion "Frontal 21" bekannt, erklärt die Deutsche Bahn. Offenbar liegen der Redaktion jedoch die populistischen Positionen näher als der sorgfältige Umgang mit aktuellen Informationen, heißt es weiter.
Zur Behauptung, die DB würde einen Bericht des Bundesrechnungshofes ignorieren, stellt das Unternehmen fest: Aufgabe des Bundesrechnungshofes ist es, die Haushalts- und Wirtschaftsführung der Bundesbehörden zu kontrollieren. Die Deutsche Bahn ist als Aktiengesellschaft keine Behörde des Bundes und daher nicht Adressat eines solchen Berichtes.



