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DFS Mobilitätsbericht: Billigflieger weiter auf dem Vormarsch
Mit einem Rückgang des Flugverkehrsaufkommens um 7,1 Prozent im vergangenen Jahr erlebte die DFS Deutsche Flugsicherung den bisher größten Einbruch in ihrer Geschichte. Erstmals ist auch der Anteil der Billigflieger am Flugverkehr in Deutschland auf mehr als ein Viertel gestiegen.Wie die DFS am heutigen Freitag in einer Pressekonferenz bekanntgab, haben die DFS-Fluglotsen 2009 insgesamt 2,93 Millionen Flugbewegungen kontrolliert. Schwerpunkt des DFS-Mobilitätsberichts ist das Thema "Billig-Airlines". Diese auch "Low-Cost-Carrier" genannten Fluggesellschaften traf die Wirtschaftskrise nämlich nicht annähernd so hart. Hier konnte ein Rückgang von lediglich 1,7 Prozent verzeichnet werden, während das Minus bei allen übrigen Fluggesellschaften 8,8 Prozent betrug. Erstmals ist der Anteil der Billigflieger am Flugverkehr in Deutschland auf mehr als ein Viertel gestiegen.
Die allgemeine Finanz- und Wirtschaftskrise machte sich bei der Luftfracht am deutlichsten bemerkbar. Um 6,1 Prozent ging der Luftfrachttransport in Deutschland 2009 zurück, das ist die bisher am stärksten zu verzeichnende Abnahme. Die Zahl der Flugpassagiere sank um 4,5 Prozent in Deutschland, auch das ein Rekord-Minus.
Ein erfreuliches Ergebnis gab es bei den Luftfahrzeugannäherungen - das sind die Vorkommnisse, die von Piloten oder Lotsen als sicherheitsrelevant gemeldet werden. Jede einzelne von ihnen wird von einer unabhängigen Expertengruppe, der Aircraft Proximity Evaluation Group oder kurz APEG genannt, bewertet.
Im vergangenen Jahr wurden insgesamt sieben Annäherungen registriert. Drei Vorkommnisse stufte die APEG in die Kategorie B, "Sicherheit nicht gewährleistet", ein. Vier Vorkommnisse wurden in die Kategorie A "Unmittelbare Kollisionsgefahr" eingestuft. "Sieben Vorfälle bei knapp drei Millionen Flugbewegungen – das ist ein Spitzenwert", so DFS-Chef Dieter Kaden.
1975 wurden noch 210 Luftfahrzeugannäherungen der Kategorien A und B gezählt. Seit 2003 liegt die Zahl der Annäherungen im einstelligen Bereich, obwohl sich die Zahl der Flugbewegungen im Vergleich zu 1975 vervierfacht hat. „Kein einziger der sieben Fälle aus dem Jahr 2009 wurde von der DFS verursacht“, lobte Kaden, „das gab es bislang nur einmal, im Jahr 2005.“
Auch bei den sogenannten Staffelungsunterschreitungen konnte die DFS einen erfreulichen Rückgang verzeichnen.
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- www.dfs.de




