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Kleiner Bub lässt Jets starten...
Ein Abteilungsleister und ein Fluglotse am New Yorker John F. Kennedy Airport wurden vom Dienst suspendiert, weil der kleine Sohn des Fluglotsen, den der auf die Arbeit auf den Tower mitgebracht hatte, mit Piloten von Verkehrsmaschinen kommuniziert hatte. In einem Fall soll der Bub der Besatzung eines Airbus von Flug Jet Blue 171 die Starterlaubnis (cleared for take-off) gegeben haben.Der Pilot der Passagiermaschine bestätigte die Starterlaubnis und düste los. Die ganze Geschichte kam durch einen Videomitschnitt heraus. Sie hatte sich am 17. Februar ereignet. Heute (03. März) meldete sich die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) zu Wort und gab die Entlassung der beiden Flugüberwacher bekannt.
„Mit diesem Fehltritt wurde nicht nur grob gegen die Richtlinien der FAA verstoßen, es wurden auch vernünftige Standards eines professionellen Benehmens verletzt. Dieser Wahnsinn ist absolut inakzeptabel“, schrieb FAA-Verwaltungschef Randy Babbitt. Er verwies auf ein unglaublich professionelles Team an Mitarbeitern, die Tag und Nacht für Sicherheit am Himmel sorgten, und dann so etwas.
Auch die Vereinigung der Fluglotsen (The National Air Traffic Controllers Association) ließ wissen, dass das Verhalten nicht stillschweigend geduldet werde. Es sei nicht bezeichnend für die professionelle Arbeit, die Lotsen zur sicheren Steuerung der Luftfahrt leisten, so der Sprecher der Vereinigung Doug Church.
Zu Wort meldete sich auch Dave Pascoe, Inhaber von liveatc.net, jener Website, auf der die Amerikaner sich den Vorfall ansehen bzw. anhören konnten. Pascoe hält die Reaktion der FAA für lächerlich und völlig überzogen.
Auf dem Band hört man nämlich nach der Stimme des Jungen noch eine Männerstimme, die den Piloten sagt: „So geht’s, liebe Kollegen, wenn die Kinder keine Schule haben." Der Pilot darauf lachend „Ich wollte, meine Kinder würden auch was arbeiten.“ Kurz darauf meldete sich der Pilot nochmal und wandte sich an den Buben, der ihm die Startfreigabe gegeben hatte: „Großartiger Job“. Auf dem Mitschnitt ist der gleiche Junge nochmal zu hören, wie er offensichtlich mit Piloten eines Flugs von Air Mexico sprach.



