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02. März 2010
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Sekundenschlaf - Vielfahrer leben gefährlich

Der Sekundenschlaf ist eines der Hauptrisiken bei vielfahrenden Geschäftsreisenden, die oft lange Autofahrten absolvieren müssen. Schätzungsweise jeder vierte Unfall mit Todesfolge auf Autobahnen wird durch kurzes Einnicken verursacht.

Dennoch, so informiert der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR), wird diese Unfallursache von den meisten Fahrern unterschätzt. Ein Sekundenschlaf kann schnell über Leben und Tod entscheiden. Ein Autofahrer, der bei Tempo 130 km/h seine Augen für fünf Sekunden geschlossen hält, legt in dieser Zeit 180 m zurück. Beim Aufwachen kommt es häufig zu Fehlreaktionen durch ruckartiges Lenken oder heftiges Bremsen mit schweren Folgen.Lange, gerade, monotone Strecken sind besonders gefährlich. Wer müde ist und auf solchen Strecken Auto fährt, hat ein höheres Einschlafrisiko. Nicht nur die Nacht- und frühen Morgenstunden sind unfallträchtig, sondern auch die Mittagszeit und der frühe Nachmittag, besonders nach einem reichhaltigen Essen.

Der Sekundenschlaf kündigt sich durch zunehmende Müdigkeit an. Wer sich häufiger die Augen reibt oder bemerkt, dass sich sein Lidschlag erhöht, sollte diese Warnsignale richtig deuten, mahnt der Verkehrssicherheitsrat. Auch häufige Lenkkorrekturen können ein Anzeichen starker Müdigkeit sein. Fahren bei Müdigkeit ähnelt sehr stark dem Fahren im angetrunkenen Zustand. Bei Versuchen wurde festgestellt, dass 24 schlaflose Stunden die gleiche Auswirkung auf die Fahrtüchtigkeit haben wie ein Promille Alkohol im Blut.

Hinter das Lenkrad sollte sich nur derjenige setzen, der ausgeruht ist und sich fit fühlt, empfiehlt der DVR. Bei ersten Anzeichen von Schläfrigkeit muss unbedingt eine Pause – nötigenfalls eine Schlafpause – eingelegt werden. „Patentrezepte“ wie das Öffnen des Seitenfensters seien trügerisch. Gegen Müdigkeit helfe nur ausreichender Schlaf.

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