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Analystenkommentar: Testflüge am Vulkanhimmel ein Gag
Nach Schätzungen der Internationalen Flug-Transport-Vereinigung (IATA) verlieren die vom Asche-Flugverbot betroffenen Airlines derzeit kollektiv mehr als 200 Mio. US-Dollar pro Tag.Max Sukkhasantikul, Consulting Analyst bei Frost & Sullivan, glaubt, dass diese Schätzung nicht der Realität entspricht, da allein British Airways bereits ca. 40 Mio. US-Dollar pro Tag verliere, Airlines ausserhalb Europas, wie z.B. Emirates, ca. 10 Mio. US-Dollar verlieren. Die fünf US-Carrier, die in Europa operieren, kostet die Vulkanasche zusammen täglich ca. 20 Mio. US-Dollar. Am vierten Tag der Aschewolke hatte sich die Zahl der gestrichenen Flüge in Europa auf 84 % über 24 Länder hinweg erhöht. Langsam bessert sich die Situation: 50 % des Flugverkehrs ist wieder planmäßig, aber die Auswirkungen sind noch immer wie am zweiten Tag der Aschewolke, dem 16. April, als bis zu 60 % der Flüge gestrichen wurden.
Das Flugverbot wurde am Montag Abend aufgehoben, nachdem die Fluggesellschaften mehr und mehr Druck auf die Regierungen ausüben, den Flugverkehr wieder zuzulassen. Frost & Sullivan, die weltweit tätige Unternehmensberatung, glaubt, die Öffentlichkeit wird getäuscht durch Nachrichten von so genannten Testflügen diverser Gesellschaften, aus denen hervorgehe, dass die Flugsicherheit durch die Vulkanasche nicht gefährdet war. Derartige Flüge haben in der Realität jedoch nichts mit Testflügen zu tun, sondern seien vielmehr ein Gag; denn die Flüge hatten keinerlei Testausrüstung an Bord und mussten ohnehin auf diesen Strecken geflogen werden. Die Testflüge galten lediglich der ‘Umorganisation’ von Flugzeugen, damit der Flugverkehr nach der Krise so gut und schnell wie möglich wieder aufgenommen werden kann.
Wissenschaftler haben in Fluglaboratorien Untersuchungen durchgeführt, die noch immer beunruhigende Ergebnisse geliefert haben und die das bestehende Flugverbot noch immer rechtfertigen. Sukkhasantikul meint, dass das Einknicken der Regierungen aufgrund der Ergebnisse der "Testflüge" von Airlines und der öffentlichen Proteste die öffentliche Sicherheit gefährden könnte.





