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DB schickt ab Ende 2012 ICE nach London
Ab Dezember 2012 wird die Deutsche Bahn durchgehende ICE-Verbindungen von Frankfurt nach London durch den Eurotunnnel anbieten, erfuhr DMM in London.Die Mehrstromsystemzüge sollen auf der 300 km/h-Rennstrecke von Frankfurt nach Köln und von da an über Brüssel und durch den Ärmelkanal verkehren. Dass ICE 3-Garnituren unter dem Ärmelkanal fahren dürfen, ist bereits per Ausnahmeregelung genehmigt. Die 200 m langen achtteiligen Garnituren passen exakt ins Schema der Vorschläge einer Untersuchungskommission, die kürzere Züge im Eurotunnel fordert.
Bei den Zwischenfällen im vergangenen Winter zeigte sich nämlich, dass die 393 m langen Eurostarzüge bei der Evakuierung hunderter von Fahrgästen ein Problem darstellen. Zwar gibt es im Eurotunnel in 375 m-Abständen Fluchtmöglichkeiten in einen Rettungstunnel zwischen den beiden Bahntunnels, dennoch sieht Eurotunnel-Chef Jacques Gounon die langen Zugeinheiten als erschwerend für Rettungsarbeiten. Gegenüber der britischen Times und der französischen Zeitung Les Echos äußerte er seine Zuversicht, dass Wettbewerber wie z.B. die Deutsche Bahn im Rahmen der Ausnahmeregelung und der angestrebten Liberalisierung des Verkehrs zwischen dem europäischen Festland und Großbritannien bald den Betrieb aufnehmen können.
Im ersten Quartal 2010 hat der alleinige Bahnbetreiber Eurostar nach den Worten seines Vorstandsvorsitzenden Nicolas Petrovic ein Wachstum von 5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum erreicht. Gut 2 Mio. Fahrgäste wurden in diesem Zeitraum registriert, davon waren 250.000 Geschäftsreisende.





