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Dunkle Wolken über BBI und dem Flughafenchef
Die Eröffnung des neuen Berliner Großflughafens (BBI) in Schönefeld wird sich um sechs bis neun Monate verzögern (DMM berichtete). Auch über der Zukunft von Flughafenchef Rainer Schwarz scheinen sich dunkle Wolken zusammenzubrauen.
Der Flughafen BBI wird definitiv nicht zum 30. Oktobver 2011 eröffnet. Am 25. Juni wird der Aufsichtsrat für Klarheit sorgen. Nach jetzigem Stand dürfte es Sommer 2012 werden.
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafengesellschaft ist, hatte schon Anfang Juni öffentlich eingeräumt, dass sich die Eröffnung des Airports verzögern könnte. Und er wird Recht behalten. Denn nun wird es April, oder Juli oder sogar noch später im Jahr 2012. Die Flughafengesellschaft ließ vorige Woche die Katze aus dem Sack: Sie rechnet mit einer Verschiebung um bis zu neun Monate. Nach „Tagesspiegel“-Informationen gilt der ursprünglich geplante Termin am 30. Oktober 2011 inzwischen als völlig unwahrscheinlich.
Den schwarzen Peter schiebt die Flughafengeschäftsführung zum einen der Planungsfirma für den Terminal-Innenausbau zu, die insolvent gegangen ist und der EU. Letztere soll mit ihren neuen Sicherheitsvorschriften für eine notwendige Verdoppelung des Flächenbedarfs für die Sicherheitsschleusen gesorgt haben.
Eine endgültige Entscheidung über den Fortgang der Arbeiten und die Eröffnung des BBI trifft der Aufsichtsrat unter Vorsitz von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) am 25. Juni. An diesem Termin sollen auch Vertreter von Lufthansa, Air Berlin, Easyjet und Ryanair teilnehmen. Mit ihnen will Wowereit direkt über die Gebührenpolitik am BBI sprechen.
Dass Wowereit und nicht Flughafenchef Dr. Rainer Schwarz am 25. Juni die Gespräche führen wird, wird laut Mopo in Flughafenkreisen als Vertrauensverlust gegenüber Flughafenchef Rainer Schwarz gewertet. Intern kursieren laut Mopo Gerüchte, wonach der eigentliche Skandal nicht die BBI-Verzögerung, sondern die angeblich bewusste Desinformation des Regierenden Bürgermeisters durch die Flughafengeschäftsführung ist.



