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Merkel-Auftritt bei Emirates war Bedingung
Der Auftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Emirates-Stand auf der ILA in Berlin am vergangenen Dienstag war kein Zufall.Die arabische Airline und wichtigster Airbus-Kunde soll die Anwesenheit Merkels am vergangenen Dienstag zur Bedingung für die Vertragsunterzeichnung betreffend den Kauf von weiteren 32 Großraumjets A380 gemacht haben, berichtet Spiegel online.
Wie der Spiegel berichtet, soll ein Regierungssprecher dies so bestätigt haben. Der Auftritt Merkels bei einem der wichtigsten Widersacher der Deutschen Lufthansa am Dienstag war in Berlin mit so manchen Spekulationen verbunden, heißt es weiter. Immerhin ging es bei der Unterschrift um einen Wert nach Listenpreis von gut 9,5 Mrd. Euro (DMM berichtete).
„Das ist der größte A-380-Auftrag aller Zeiten“, hatte Airbus-CEO Thomas Enders nach der Unterzeichnung gesagt. Die Forderung von Emirates nach Anwesenheit der Kanzlerin sei vor dem Hintergrund der überragenden Bedeutung des Auftrags erfüllt worden, schreibt das Nachrichtenmagazin.
Wie der Aufrtitt Merkels bei Emirates bei der Lufthansa angekommen ist, ist schwer zu sagen. Es gibt Gerüchte, wonach es Spannungen zwischen der Bundesregierung und dem deutschen Carrier gibt. Die haben ihre Ursache im Auftreten von Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer. Der hatte sich nicht nur im Fernsehen mit seinen Äußerungen gegenüber Lufthansa-Pressechef Walter während der Asche-Krise kaum Freunde bei der Lufthansa gemacht. Ramsauer war wegen seiner Asche-Flugverbote von LH-Chef Wolfgang Mayrhuber und Aufsichtsratschef Jürgen Weber zuletzt scharf kritisiert worden. Die Verärgerung von Lufthansa und den anderen deutschen Airlines nahm dieser Tage sogar noch zu nachdem die Bundesregierung bekannt gegeben hattte, sie wolle im Zuge ihres Sparpakets eine Luftverkehrsabgabe einführen.
Was den Merkel-Besuch bei Emirates ebenfalls brisant macht ist die Tatsache, dass die Araber als Gegenleistung für ihre Milliardenausgaben bei Airbus von der Bundesregierung die seit langem geforderten zusätzlichen Landerechte jetzt endlich haben möchten, als Gegenleistung, wie es t-online.de formuliert.





