MICE

Rosinenbomber von Air Service Berlin ging zu Bruch

Auf dem Areal des Berliner Flughafens Schönefeld musste am Samstag gegen 14.47 Uhr der in Berlin beheimatete so genannte historische "Rosinenbomber", eine zweimotorige Douglas DC-3 Dakota kurz nach dem Start auf freiem Feld notlanden. Dabei gab es offenbar sieben Verletzte. Die Maschine wurde erheblich beschädigt.

Wie der Tagesspiegel schreibt, wurden laut Eigentümer „Air Service Berlin“ sieben Insassen leicht verletzt. Vier von ihnen, darunter die drei Crew-Mitglieder, wurden nach Polizeiangaben in Krankenhäuser gebracht. Unter den Verletzten sind alle drei Besatzungsmitglieder, der Pilot, der Copilot und eine Stewardess sowie ein Passagier. Insgesamt waren 28 Menschen an Bord der 1944 gebauten Maschine. Wie die Zeitung schreibt, soll es einen „abgebrochenen Startversuch“ gegeben haben. Dem Piloten gelang es noch, ein Stück freies Feld auf dem Gelände des im Bau befindlichen Großflughafens BBI anzusteuern. Unmittelbar nach dem „Aufschlagen“ des berühmten Flugzeugs, das für vielfach von Firmen bzw. Eventmanagern gechartert wurde, rückten die Flughafenfeuerwehr und zahlreiche Rettungswagen aus umliegenden Gemeinden aus. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung hat die Ermittlungen aufgenommen. Flughafensprecher Ralf Kunkel sprach gegenbüber dem Tagesspiegel von einer „gezielten“ Notlandung. Der Online-Ausgabe des Tagesspiegel zufolge befand sich der Stuttgarter Bundestagsabgeordnete Stefan Kaufmann unter den Fluggästen. Der Flug sei ein Geburtstagsgeschenk seines Wahlkampfleiters gewesen.  Beim Aufprall auf den Boden brach u.a. die rechte Tragfäche ab. Insgesamt wurde der mit viel Aufwahd hergerichtete "Rosinenbomber" bei der Bruchlandung so schwer beschädigt, dass der Eigentümer und Betreiber Air Service Berlin nicvht daran glaubt, die Maschine noch einmal reparieren zu können. Die Douglas DC-3 war planmäßig gegen 14.45 Uhr zu einem Rundflug über Berlin gestartet. Dieser sollte etwa 35 Minuten dauern. Durch den Unfall war der normale Flugverkehr in Schönefeld kaum betroffen. Nur zwei Maschinen mussten nach Tegel umgeleitet werden. Aus Sicherheitsgründen sei der Flughafen für 15 Minuten geschlossen worden.  Mit der restaurierten wunderschönen DC3 bot das 1990 gegründete größte deutsche Eventflug-Unternehmen Rund- und Streckenflüge ab Berlin-Schönefeld. Die DC 3 war eine jener Maschinen, die die Amerikaner 1948 während der Luftbrücke zur Versorgung der Berliner Bevölkerung eingesetzt hatten.

Schließen