Kommunikation

Mobilfunknetze sollen sicherer werden

Im März hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in seinem Bericht festgestellt, dass Sicherheitsrisiken durch Smartphones steigen. Ein Konsortium soll jetzt Schutzkonzepte für Netze und Kommunikationsdienste entwickeln.

Gerade der mobile Internetzugriff mit Smartphones ist von den Sicherheitsrisiken betroffen. In einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekt – genannt ASMONIA – soll nun ein Konsortium aus Telekommunikations­unternehmen und Wissenschaftsinstituten effektivere Schutzmechanismen für Mobilfunknetze entwickeln. Das Konsortium konzentriert sich auf Sicherheitskonzepte für netzübergreifende Frühwarnsysteme für Mobilfunknetze der 4. Generation. ASMONIA wurde am 1. September 2010 gestartet und soll bis Mai 2013 abgeschlossen sein.  Die Datenflut in den Netzen steigt weiter an: bis 2015 wird der globale Datenverkehr über Mobilfunknetze voraussichtlich auf 23 Exabytes angestiegen sein; das entspricht dem Datenaufkommen von 6,3 Milliarden Menschen, die täglich ein digitalisiertes Buch herunterladen. Heute nutzen 400 Millionen Menschen ein Smartphone, in fünf Jahren werden es laut Schätzung von Nokia Siemens Networks drei Milliarden sein. Dabei arbeiten immer mehr Smartphones mit frei verfügbaren, offenen Betriebssystemen, was neue Sicherheitsrisiken birgt. Der Auftrag an ASMONIA lautet demnach, ein netzübergreifendes Schutzkonzept zu entwickeln, damit die Kommunikation via Mobilfunk in deutschen Netzen wieder sicherer wird. Zwei Ziele stehen im Fokus: Zum einen soll die Sicherheit der Endgeräte wie Smartphones verbessert werden, indem neue Verfahren die Verletzung der Systemintegrität erkennen lassen. Zum anderen soll die Sicherheit in den Netzen steigen, indem Angriffe über Netzgrenzen hinweg erkannt, bewertet und abgewehrt werden.   Nokia Siemens Networks hat die Projektleitung von ASMONIA übernommen. Weitere Mitglieder des Projektkonsortiums sind das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie, Cassidian (bislang EADS Defence & Security), die ERNW GmbH, die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen und die Hochschule Augsburg. Dieses Konsortium wird in seiner Arbeit durch die Deutsche Telekom AG, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sowie die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherungsaufgaben unterstützt.

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