Bahn

Hochgeschwindigkeitsstrecken einzäunen

In Frankreich werden die meisten TGV-Strecken aus Furcht vor Selbstmördern und Anschlägen auf den Bahnverkehr seit Jahren eingezäunt. Nun wird eine solche Forderung auch für deutsche ICE-Linien erhoben.

Es ist traurig aber wahr: Die Zahl der Selbstmorde auf den Schienen bleibt hoch. Immer öfter suchen sich Menschen ICE-Strecken für ihre Verzweiflugstaten aus. Die Folge: Oft stundenlange Verspätungen, Umleitungen und Zugausfälle, von denen natürlich dann auch viele Geshäftsreisende betroffen sind. Nun fordert der Markus Hecht - Professor und Leiter des Fachgebiets Schienenfahrzeuge am Institut für Land- und Seeverkehr der Fakultät V, Verkehrs- und Maschinensysteme der Technischen Universität Berlin seit 1997 - die Einzäunung aller deutschen Hochgeschwindigkeitsstrecken. Nach seiner Meinung, und da hat er sicherlich recht, könnte dies zur Stabilisierung des Betriebs beitragen. Der Zaun käme unterm Strich, da sind auch auch andere Experten einig, billiger als die Folgekosten von Betriebsstörungen infolge Personenenschäden bzw. eines Notarzteinsatzes, wie die Deutsche Bahn derlei Zwischenfälle ihren Fahrgästen beibringt. Abgesehen davon würde die Einzäunung auch das Leben der Lokführer erleichtern, die oft durch Suiziderfahrungen traumatisiert würden. 

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