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26. Juli 2011
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City-Tunnel Leipzig teurer - Ende 2013 fertig

Der Leipziger City-Tunnel für S- und Regionalbahnen soll im Dezember 2013 endlich in Betrieb genommen werden, vier Jahre später als gedacht. Und er wird fast 400 Mio. Euro teurer als zu Beginn der Bohrarbeiten vor acht Jahren ausgerechnet.

Der City-Tunnel Leipzig wird Ende 2013 fertig und danach vom S- bis Fernbahnverkehr genutzt.

Leipzigs größtes Infrastrukturprojekt besteht aus zwei Röhren, die den Hauptbahnhof mit dem für die Bauzeit geschlossenen Bayerischen Bahnhof verbinden. Der Tunnel, der aus Europas einst größtem Kopfbahnhof gewissermaßen einen unterirdischen Durchgangsbahnhof (ähnlich Stuttgart 21) macht, soll von den Zügen aller Leipziger S-Bahn-Linien befahren werden, des Weiteren von  Regional- und Fernzügen. Er ermöglicht auch eine schnellere Anbindung des Flughafens Leipzig-Halle.

Generell erhofft sich die Deutsche Bahn nach Inbetriebnahme der 1,5 km langen unterirdischen Stadtquerung kürzere Taktfolgen und schnellere Verbindungen. Zudem soll sie dem Leipziger Hauptbahnhof mehr Fahrgäste direkt auf dem Schienenweg bringen. Die DB plant, je Stunde und Richtung einen Fernzug aus Richtung Nürnberg/Regensburg-Hof durch den Tunnel verkehren zu lassen.

Ob dies schon zum Fahrplanwechsel im Dezember 2013 der Fall sein wird, ist fraglich; denn noch besteht zwischen Regensburg und Hof bzw. Nürnberg-Hof eine Fahrdrahtlücke. Derzeit wird der Abschnitt Hof-Reichenbach elektrifiziert, später soll der noch mit Dieseltriebzügen belegte fahrdrahtlose Abschnitt Hof-Nürnberg bzw. Hof-Regensburg mit Oberleitung überspannt werden.  

Der Verkehr wird von der S-Bahn Mitteldeutschland GmbH, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn, betrieben. Die in der Rahmenvereinbarung von 2002 vorgesehenen Gesamtkosten des Projekts lagen bei 571,62 Mio. Euro; darin enthalten sind auch die Zulauftrassen und neuen Bahnstationen. Zum Jahresbeginn 2011 wurde eine Kostensteigerung auf 960 Mio. Euro bekannt. Und mehr oder weniger zufällig wurde entdeckt, dass fast 100 Mio. Euro an Zuschüssen aus EU-Töpfen noch gar nicht beantragt waren.  

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