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26. August 2011
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Züge für Nürnberger S-Bahn rollen an

Alle 42 neuen „Talent 2“-Züge für das Nürnberger S-Bahnnetz sollen in den kommenden Wochen mit gut einjähriger Verspätung ausgeliefert werden. Vor dem offiziellen Einsatz im S-Bahn-Verkehr auf dem stark erweiterten Schnellbahnnetz sollen mit den Bombardier-Flitzern der Reihe 442 aber noch umfangreiche Schulungs- und Erprobungsfahrten durchgeführt werden.

Erst nach der erfolgreichen Erprobung sollen die Züge auch im laufenden Betrieb eingesetzt werden. Und erst wenn sich die Züge im täglichen Einsatz bewährten, würden sie von der DB auch offiziell abgenommen und bezahlt, heißt es in der DB-KOnzernzentrale in Berlin. Bis dahin sei mit Bombardier eine so genannte Nutzungsüberlassung vereinbart worden. Der Hersteller bleibt dabei Eigentümer, bis die DB von dem Produkt auch wirklich überzeugt ist.

Ursprünglich sollten die 42 neuen Garnituren „Talent 2“ schon zum Start der neuen S-Bahn am 12. Dezember 2010 fahren. Dann aber musste die Bahn Pseudo-S-Bahnen aus alten Nahverkehrswagen und gezogen von modernen, z.T. angemieteten Loks, einsetzen.

Bombardier-Geschäftsführer Klaus Baur entschuldigte sich dafür wortreich „bei der Deutschen Bahn und den Fahrgästen“, schreibt die Nürnberger Nachrichten (NN). Das Unternehmen würde sich nun bemühen, so schnell wie möglich die zahlreichen technischen Macken der Züge zu beheben und die nötigen Zulassungen vom Eisenbahn-Bundesamt (EBA) zu bekommen, so die NN. Und weiter: Zahlreiche verstrichene Liefertermine und Wutanfälle von DB-Personenverkehrsvorstand Ulrich Homburg später kommt nun endlich Bewegung in die unendliche Geschichte des „Talent 2“. Alle 42 Fahrzeuge für Nürnberg werden in den nächsten Wochen ausgeliefert, bestätigte eine Bahn-Sprecherin gegenüber der Zeitung.

In der „Probezeit“ sollen sich allein 150 Triebfahrzeugführer mit der neuen Technik vertraut machen, dazu kommen weitere 100 Beschäftigte in den Werkstätten, die mit Wartung und Reparatur des „Talent 2“ beschäftigt sein werden.  

Laut Eisenbahnbundesamt EBA hat Bombardier entgegen eigenen Angaben immer noch nicht alle Sicherheitsnachweise für den „Talent 2“ erbracht. Entsprechend dürften die Züge auch weiterhin nur bis zu 140 km/h schnell fahren, so ein EBA-Sprecher.

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