Geschäftsreise

VDR sauer auf HRS

Das Geschäftsgebaren von HRS stößt dem VDR sauer auf. Denn mit der massiven Anhebung der Provision steht zu befürchten, dass sich die Übernachtungskosten für Geschäftsreisende verteuern.

„Ein Markt ist gesund, wenn alle Teilnehmer in der Situation sind, einwenig an der Schraube zu drehen und so Regulierungen vornehmenkönnen. Die Tendenz geht aber dahin, dass einige Wenige eineübergroße Marktmacht haben und diese Position nutzen, um Preise zudiktieren“. Auslöser für die Sorge von VDR-Präsident Dirk Gerdom ist diefür 1. März angekündigte Provisionserhöhung des Hotelbuchungsportals hrs/hotel.de. auf 15 %. „Der VDR möchte nicht generell Preisveränderungen kritisieren“, stelltGerdom klar. „Uns geht es darum, dass ein gesundes Gleichgewichtzwischen Anbietern und Kunden herrscht. Aktuell geht die Entwicklung ineinigen Bereichen aber in Richtung Anbietermarkt.“ Entsprechend hattender Zusammenschluss von hrs.de und hotel.de und die darausresultierende starke Marktposition in der Reisebranche bereits im Vorfeld für Spekulationen über die Konsequenzen gesorgt. „Unsere Mitglieder befürchten jetzt natürlich steigende Übernachtungskosten, denn eine Anhebung der Provision von durchschnittlich 13 auf jetzt 15 % kann von den Hotels wohl kaum kostenneutral aufgefangen werden.“ In der Diskussion um hrs/hotel.de spielt auch die jüngste HDV-Umfragezu den Provisionen der Buchungsportale eine Rolle. „Alarmierend“, findet der VDR-Präsident die Ergebnisse. Sätze von bis zu 30 %bei manchen Onlinevermittlern spiegelten eine Marktmacht auf Seiten der Buchungsportale wider, die ein großes Ungleichgewicht befürchten ließe.

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