Hotel

Verbrecherbanden diktieren Hotelpreise

In der Ukraine, eines der beiden Gastgeberländer der Fußball EM, wollen Hoteliers ihre Zimmerpreise bis zum Zwölffachen anheben, ermittelte ein unabhängiges Gremium. In der Ukraine soll laut Spiegel online sogar der Touristikkonzern TUI in Verteilungskämpfe örtlicher Verbrecherbanden geraten sein. Die Polen treibens' nicht ganz so schlimm.

Das Problem der völlig überzogenen Tarife in der Ukraine beschäftigt inzwischen selbst Staatspräsident Viktor Janukowitsch. Er soll den zuständigen Vize-Regierungschef Boris Kolesnikow angewiesen haben, für „ökonomischere Preise“ zu sorgen. Auch die Europäische Fußball-Union (UEFA) ist besorgt. Denn wenn sich die Preistreiberei herumspricht, könnten viele Gäste aus dem Ausland ausbleiben.Das gilt z.B. auch für deutsche Firmen, die die EM zu Meetings mit ihren dortigen Geschäftspartnern nutzen wollen. In Lwiw z.B., dem früheren polnischen Lemberg, wo die deutsche Nationalmannschaft in der Vorrunde zwei Partien gegen Portugal (9. Juni) und Dänemark (17. Juni) bestreitet, sollen horrende Preise verlangt werden. Dem Beitrag nach soll eine Sprecherin der Tourismusverwaltung geäußert haben, die Übernachtungskosten würden intensiv mit den Hotel- und Gaststättenbetreibern diskutiert. In Charkow (im Osten der Ukraine), wo die DFB-Elf am 13. Juni auf die Niederlande trifft, protestieren sogar einheimische Fans gegen die Fantasiepreise, so t-online.de. Sie wollen ausländischen Besuchern Gratisübernachtungen anbieten; denn in der zweitgrößten Stadt des Landes gibt es kaum Hotels. Angeblich diktieren Mafiakreise die Preise und zwängen viele Hotels, ihre Verträge z.B. mit TUI zu kündigen. Inzwischen sollen angeblich zahlreiche Hotels dem Wunsch der Verbrecherbanden nachgekommen sein und hätten die Abmachungen mit TUI aufgekündigt. Anschließend sollen sie ihre Zimmerpreis deutlich erhöht haben. Nicht ganz so schlimm geht es beim beim deutschen Nachbarn Polen zu. Dort erhöhen die Hotelreis zwar auch die Tarife, aber nicht in dem verrückten Maß wie beim südöstlichen Nachbarland Ukraine. Die Zeitung „Metro“ berichtete laut t-online.de, dass mehrere Hotels für die Zeit des Fußballturniers Aufschläge von 100 % erhoben werden. Ein nur wenige hundert Meter vom Nationalstadion in Warschau entferntes Gasthaus vermietet seine Zimmer während der EM für 700 Euro pro Nacht. Geheimtipps wie Privatunterkünfte sind kaum günstiger.  Quelle: t-online.de 

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