Luftfahrt

Lufthansa Mitglied des elitären "Meisterkreis"

Die Lufthansa soll in den kommenden Tagen trotz ihrer massiven finanziellen Sorgen in den so genannten Meisterkreis, eine Gemeinschaft von Luxus-Unternehmen, aufgenommen werden. Die Verkündung soll am Freitag, 06. Juli, erfolgen.

Der "Meisterkreis", der sich als Vertretung der Luxusbranche sieht, war Ende 2011 gegründet worden. Der Vereinigung gehören über 40 deutsche und internationale Luxuskonzerne an, darunter der Sportwagenbauer und neue Volkswagentochter Porsche, der Schreibgeräte-Produzent Montblanc sowie die Meißener Porzellanmanufaktur. Der Meisterkreis etabliert nach seinem Verständnis eine neue Kultur des Luxus in Deutschland. Die deutsche Luxusbranche erzielt nach ihren Angaben 2012 etwa 50 Mrd. Euro Wertschöpfung und bietet mehr als 140.000 Arbeitsplätze, besagt der Branchenmonitor von Roland Berger Strategy Consultants. Die Kriterien für die Aufnahme in den Meisterkreis sind exakt definiert:

  • Die Marke steht für höchste Ansprüche in Qualität, Design und Service
  • Die Marke genießt eine hervorragende Reputation
  • Die Marke agiert in den höchsten Preissegmenten in ihrer Kategorie
  • Die Marke genügt den Grundsätzen der selektiven Distribution
  • Die Marke macht mindestens 5 Mio. Euro Netto-Umsatz in Deutschland u.a.m..

"Lufthansa und die Mitglieder des Meisterkreises teilen die gleichen Werte", sagte Meisterkreis-Vorstand und Unternehmensberater Clemens Pflanz dem "Handelsblatt". Und Jens Bischof, Vorstand im Lufthansa-Passagiergeschäft, meint gar, die Marke Lufthansa sei "geradezu prädestiniert, die Meisterstücke der deutschen Wirtschaft der Welt näherzubringen". Geschäftsreisende wissen sicher genauer, wie es um Qualität und Service der Lufthansa tatsächlich bestellt ist. Die Airline hat sich ein drastisches Sparprogramm auferlegt, zumal sie in der Vergangenheit durch mehr oder weniger glückliche Management-Entscheidungen Unsummen in den Sand gesetzt hat. U.a. müssen 6.000 Beschäftigte gehen, im Zusammenhang mit den geplanten Berlin-Flügen soll Billigpersonal aktiviert werden, und die Zusammenarbeit mit der Günstigtochter Germanwings, die nahezu ausschließlich rote Zahlen schreibt, soll enger werden. Deshalb gab es in der Vergangenheit Befürchtungen, die deutsche Nr. 1 unter den Fluggesellschaften könne sich angesichts starker Konkurrenz in der Branche selbst in Richtung einer Billigairline entwickeln. Mit der Mitgliedschaft im Meisterkreis will der Konzern wohl ein Zeichen setzen, dass er Gegenteiliges ist. www.meisterkreis-deutschland.com

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