Luftfahrt

Verschiebung des Emissionshandels greift zu kurz

Am Montag (11. November 2012) hatte die EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard erklärt, dass sie den Emissionshandel im Luftverkehr für Flüge von und nach Europa für ein Jahr aussetzen, für innereuropäische Flüge aber beibehalten will. Die EU war mit ihrem Alleingang auf breiten internationalen Widerstand gestoßen. Mehr als 40 Länder, inklusive China, USA, Indien und Russland lehnten den Emissionshandel als Eingriff in ihre Souveränität ab.Dem BDL gefällt dies aber gar nicht.

„Ein globales Problem braucht eine globale Lösung. Dies erkennt Frau Hedegaard endlich mit ihrer heutigen Entscheidung an, den Emissionshandel im Luftverkehr nicht gegen die internationale Gemeinschaft durchzusetzen“, sagte BDL-Präsident Klaus-Peter Siegloch am Montag in Berlin.  „Inkonsequent ist allerdings, dass die Verschiebung des Emissionshandels nicht für alle Flüge gelten soll. Für Flüge innerhalb Europas soll weitergezahlt werden“, sagte Siegloch. „Damit stehen die europäischen Airlines im Wettbewerb schlechter da als ihre internationalen Konkurrenten, die überwiegend außerhalb von Europa fliegen und nicht mehr für ihre Emissionen zahlen müssen. Das ist unfair.“ Unfair sei dies zudem gegenüber den europäischen Flughäfen, die als Drehkreuze im Nachteil sind, wenn ihre Zubringerflüge verteuert sind“, klagt Siegloch weiter und appellierte an die EU-Kommission, jetzt wirklich auf eine faire, internationale Lösung zu setzen. Dazu müsse die Internationale Luftverkehrsorganisation (ICAO) ihre Arbeit für ein wirklich faires, internationales System fortsetzen können. Solange sollte der Emissionshandel  pausieren – für alle“, fordert Siegloch.

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