Panorama

Die beliebtesten und unbeliebtesten Berufe 2013

Seit Jahrzehnten erhebt das Institut für Demoskopie Allensbach regelmäßig das Ansehen bestimmter Berufe in der Bevölkerung. 2013 liegt dabei der Beruf des Arztes unangefochten an der Spitze der Berufsprestige-Skala: 76 % der Deutschen zählen den Arzt zu den fünf Berufen, die sie am meisten schätzen.

 Den zweiten Rang belegt abermals die Krankenschwester mit 63 %. An dritter Stelle im Ranking folgt der Beruf des Polizisten, der von 49 % geschätzt wird. Dahinter liegen Lehrer mit 41 % und Handwerker mit 38 %. Zu den Schlusslichtern der Rangliste gehören unverändert Fernsehmoderatoren (3 %) und Banker (3 %). Ebenfalls miserabel schneidet der Beruf des Politikers ab, der von nur 6 % der Bevölkerung akzeptiert wird und vor dem nur noch die wenigsten Achtung haben.  

Beim Ansehen einzelner Berufe gibt es zum Teil interessante Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland. So liegt das Ansehen des Arztes in Ostdeutschland um mehr als zehn Prozentpunkte höher als im Westen der Bundesrepublik (85 bzw. 74 %). Auch der Beruf des Lehrers erfreut sich in Ostdeutschland mit 47 % einer höheren Achtung als in Westdeutschland, wo nur 40 % den Lehrern besonderen Respekt entgegenbringen. Der Ingenieur ist mit 32 % in Ostdeutschland ebenfalls angesehener als in Westdeutschland mit 25 %. Dagegen sind Pfarrer bzw. Geistliche in Ostdeutschland weniger angesehen als in Westdeutschland.

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In der Betrachtung der letzten beiden Jahrzehnte zeigt sich, dass das Ansehen vieler Berufe erstaunlich stabil ist. Dies trifft beispielsweise auf den Arzt zu, der seit 20 Jahren Werte deutlich oberhalb von 70 % erzielt. Auch der Beruf des Ingenieurs hat in dieser Zeit kaum etwas von seinem Ansehen eingebüßt, das konstant zwischen 26 und 32 % liegt.  

Auf niedrigerem Niveau, aber auch verhältnismäßig stabil, rangiert der Journalist mit Werten zwischen 13 und 18 %. Bei einigen Berufen gibt es dagegen deutliche Veränderungen. So hat sich das Ansehen von Pfarrern und Geistlichen bei unter 30 % stabilisiert und liegt damit deutlich unter den Werten früherer Jahre, beispielsweise Mitte der 1990er Jahre, als mehr als 40 % diesem Beruf eine große Achtung entgegenbrachten. Auch die Reputation von Hochschulprofessoren ist seit Anfang der 1990er Jahre tendenziell rückläufig und hat im Vergleich zur letzten Erhebung 2011 sogar einen deutlichen Rückgang von 33 % auf nun 26 % hinnehmen müssen.

Über längere Zeit rückläufig ist zudem das Ansehen des Rechtsanwalts. Zählten zu Beginn der 1990er Jahre noch 38 % der Bürger den Anwaltsberuf zu den angesehensten Berufen, sind es derzeit nur noch 24 %. Einen schweren Stand haben zudem Politiker, deren Reputation zwischen 1991 und 2005 von 14 % auf 6 % zurückgegangen ist und seitdem auf diesem niedrigen Niveau verharrt.  

Befragt wurden im April 2013 insgesamt 1.570 Personen ab 16 Jahren.

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