Panorama

20. Juni 2016 | Von: Gernot Zielonka

Berlin wird Vorbild für vernetzte innovative Mobilität

Berlin boomt und zwar nicht nur als Startup-Schmiede und Welthauptstadt des Car-Sharings. Der Innovationsstandort zieht neue Mobilitätslösungen aus der ganzen Welt an. Neben Ally, Uber, CleverShuttle, DB MindBox, Here und Local Motors starten nun auch die deutschen Autobauer mit innovativen Mobilitätsdiensten.

VW hebt in seiner VW-Strategie-2025 Zukunftsgeschäfte wie neue Mobilitätsdienstleistungen, Elektromobilität, Batterietechnik und selbstfahrende Autos zum Konzernziel hervor. Mobilitätslösungen wie Car-Sharing, Fahrdienste oder mobile Services sollen ein eigenes Geschäftsfeld bekommen – und zwar mit Sitz in Berlin.Intermodalität und innovative Mobilitätslösungen machen die Hauptstadt zum größten Praxislabor für Intelligente Mobilität.

Die Deutsche Bahn betreibt, in einem der über 100 Projekten, mit der intelligenten Mobilitätsstation den Bahnhof Südkreuz als intermodale Verkehrsdrehscheibe: Neben Ladeinfrastruktur, eBike-Sharing können ebenfalls eFahrzeuge über Flinkster angemietete werden. Über 500 Akteure engagieren sich in der Hauptstadtregion für die Zukunft der urbanen Mobilität.

Einer davon ist der Mobilitätsdienstleister Ally, der alle städtischen Transportmöglichkeiten in einer App vereint, Preise und Zeiten von Car-Sharing, Bike-Sharing, öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxi und künftig weiteren Mobilitätsdienstleistern, wie bspw. CleverShuttle und Uber in Echtzeit vergleicht.  Insgesamt sind in Berlin-Brandenburg rund 3.200 Elektrofahrzeuge unterwegs. Die größte private Flotte in Berlin stellt dabei der reine eCar-Sharing-Anbieter Multicity mit derzeit 250 CITROËN C-Zero.

Des Weiteren bietet der Car-Sharer DriveNow aktuell 140 Elektroautos an und stockt seine BMW i3-Flotte bis zum Sommer 2016 auf 200 auf.Auch für die „Initiative Intelligente Mobilität für Berlin-Brandenburg“ bedeutet dieser Kurs tatkräftige Unterstützung aus der Autoindustrie. Die Entscheidung, neue Mobilitätslösungen in Berlin gemeinsam zu entwickeln trifft auf großen Zuspruch: „Das Engagement unterstützt unsere Initiative Intelligente Mobilität in Berlin und Brandenburg sowie andere damit verknüpfte Leitthemen. Mit der Initiative verfolgt die deutsche Hauptstadtregion das Ziel, ein international anerkanntes Vorbild für die urbane Mobilität der Zukunft zu werden. In vielen Projekten, Unternehmen und Forschungseinrichtungen werden bereits heute wegweisende Lösungen entwickelt, erprobt und eingesetzt.

In einem ist sich die Fachwelt einig: Die Zukunft der Mobilität ist digital, automatisiert und elektrisch.“, begrüßt Gernot Lobenberg, Leiter der Berliner Agentur für Elektromobilität eMO, die aktuelle Entwicklung.Aktuelle Studien belegen, dass Intelligente Mobilitätslösungen für Berlin-Brandenburg großes Potential für neue Wertschöpfung in neuen Geschäftsfeldern, Produkten und Dienstleistungen bieten und damit neue Arbeitsplätze. Die derzeitige Kursänderung ist ein gutes Signal mit dem Mobilitätswandel zu gehen und globale Trends der intelligenten Mobilität aufzugreifen, um die Vernetzung von Verkehrsträgern, die Automatisierung von Fahrzeugen sowie die Elektrifizierung der Antriebe voranzutreiben. Quelle: eMO / DMM

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