Bahn

13. März 2017 | Von: Heribert Daniel

Grenzüberschreitende S-Bahn nimmt Formen an

Die Chefs der Bahnunternehmen SBB und SNCF haben in Paris einen Vertrag zur Regelung der Betriebsmodalitäten des Léman Express unterzeichnet. Diese zukünftige grenzüberschreitende S-Bahn wird ab Ende 2019 über 40 Bahnhöfe der Schweizer Kantone Waadt und Genf sowie der französischen Region Auvergne-Rhône-Alpes und somit über eine Million Einwohner in bedienen.

Andreas Meyer, CEO der SBB, und Guillaume Pepy, Präsident der SNCF, haben am 9. März in Paris die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen im Hinblick auf den Betrieb des Léman Express besiegelt. Der Kooperationsvertrag zwischen der SBB und der SNCF definiert die Rahmenbedingungen des Betriebs des Express-Zuges und bereitet die Gründung einer neuen Gesellschaft namens Lémanis vor. Die Aufgabe des Unternehmens wird es sein, das neue Bahnangebot des Léman Express zu vermarkten und den Betrieb beidseits der Grenzen zu koordinieren. In den kommenden Wochen findet in Anwesenheit der Besteller dieses Regionalangebots die Gründung der Lémanis SA statt.

Kürzlich wurde für die Lancierung des künftigen grenzüberschreitenden Netzes unter dem Namen OMEX (Organisation für die Betriebseinführung Léman Express/CEVA) ein Team aus Mitarbeitenden der beiden Unternehmungen zusammengestellt. Dieses wird von Daniel Leuba von der SBB und Armelle Laugier von SNCF geleitet. Das Team übernimmt sowohl im Bereich der Infrastruktur als auch bei den Dienstleistungen für die Kunden des Léman Express technische und operative Aufgaben.

Der Léman Express wird sowohl die Kantone Waadt und Genf als auch die Departemente Ain und Haute-Savoie bedienen. Auf dem 230 Kilometer langen Netz des Léman Express werden täglich 50 000 Reisende erwartet. Mit der Inbetriebnahme der 16 Kilometer langen CEVA-Linie verkürzt sich die Reisedauer zwischen Genf Cornavin und Annemasse von 47 Minuten (aktuell im Bus) auf 22 Minuten. Quelle: SBB / DMM

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