Bahn

20. April 2017 | Von: Gernot Zielonka

Fernverkehrschefin ruft zu Verzicht auf

In den IC und ICE der Deutschen Bahn sollen DB-Beschäftigte, jedenfalls an sechs Tagen in 2017, an denen für gewöhnlich immer dichtes Gedränge in den Fernzügen herrscht, weder private noch geschäftliche Reisen durchführen. Wie schon in den vergangenen Jahren gilt das Gebot auch in 2017.

Birgit Bohle (44), seit 2015 Vorsitzende des Vorstands der DB Fernverkehr AG, hat in einer internen Hausmitteilung die über 195.000 Beschäftigten der Deutschen Bahn gebeten, an großen Feiertagen bzw. unmittelbar davor auf Reisen mit ICE & Co. zu verzichten, damit den eigentlichen Bahnkunden mehr Platz geboten werden kann. Der Verzicht gilt für private wie geschäftliche Fahrten.

Üblicherweise sind an den Tagen vor Ostern, vor Weihnachten oder um Pfingsten herum die Fernzüge mehr als proppenvoll. Oft sind ICE bis zu 200 % belegt, sprich, hunderte Fahrgäste drängeln sich dann in den Mittelgängen der Waggons bzw. den Vor- und Zwischenräumen. An sich ein Unding, das es in dieer Form weltweit bei den bekannten Bahnunternehmen nicht gibt. I.d.R. verkaufen z.B. die Bahnen in China, Japan, USA, Kanada, Spanien etc. pro Zug nur so viele Tickets, wie in den Zügen Sitzplätze vorhanden sind. Die Deutsche Bahn hingegen praktiziert ihren Ticketverkauf ohne System, weil sie von Gesetzes wegen nur eine Beförderungspflicht hat, nicht aber eine Sitzplatzpflicht.

Bei der DB-Fernverkehrssparte ist der Aufruf zum Bahnreiseverzicht der eigenen Leute beileibe nicht neu. Derlei gab es in der Vergangenheit schon. Und viele Bahn-Mitarbeiter haben sich jeweils daran gehalten. Ebenfalls nicht neu ist die so genannte Sperrliste. Auf dieser finden sich bestimmte ICE-, IC- und EC-Züge, wie zu bestimmten Zeiten von DB-Beschäftigten zumindest für Privatreisen nicht genutzt werden dürfen. Quelle: DB / DMM

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