Luftfahrt

17. April 2017 | Von: Gernot Zielonka

Lufthansa spürt keinen Trump-Effekt

Die Lufthansa-Gruppe spürt keine negativen Auswirkungen der diversen ausgesprochenen aber nicht umgesetzten Dekrete des neuen US-Präsidenten Donald Trump sowie des Mitnahmeverbots (in die Kabinen) von mobilen elektronischen Geräten. Dies sagte Tamur Goudarzi Pour, im Lufthansa-Konzern Verkaufschef für Nord- und Südamerika, auf einem Medientreff in Los Angeles.

Weltweit betrachtet soll die Passagiernachfrage nach Flugreisen in die Vereinigten Staaten aber in den beiden letzten Monaten um ca. 6 % zurückgegangen sein, so Goudarzi Pour weiter. Die LH-Gruppe bedient die nach Europa zweitwichtigste Region für den Konzern mit 354 wöchentlichen Flügen. 2016 beförderten die Airlines der LH-Gruppe rund 5,7 Mio.  Passagiere von und in die USA. 20 % davon waren Premium-Passagiere in First, Business und Premium Economy. Insgesamt kann auch Trump, erster deutschstämmiger Präsident der USA, zufrieden sein mit dem Carrier seiner Vorväter: Denn der Lufthansa-Konzern beschäftigt in seinem Land immerhin 14.000 MitarbeiterInnen.  

Der Wachstumsmotor auf den USA-Strecken ist laut Goudarzi Pour das Joint Venture der Lufthansa-Gruppe mit United Airlines und Air Canada. Sehr gut läuft übrigens auch Mexiko, wohl nicht zuletzt dank vieler Geschäftsreisender aus der deutschen Automobilindustrie, die ihre neuen bzw. im Entstehen begriffenen Produktionsstätten (Volkswagen, Audi, BMW) besuchen. Auch Südamerika entwickelt sich positiv und mit starkem Wachstum. Immerhin 3,3 Mio. Passagiere sind 2016 in Mittel- und Südamerika mit der Lufthansa-Gruppe geflogen. Quelle: Lufthansa / DMM  

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