Bahn

19. Mai 2017 | Von: Heribert Daniel

SBB-Fahrplan 2018 mit Angebotsausbau

Der Fokus beim diesjährigen Fahrplanwechsel der SBB am 10. Dezember 2017 liegt in der Romandie. Die Schweizer Bundesbahnen (SBB) bieten mehr Direktverbindungen und mehr Sitzplätze an. Im Fahrplanjahr 2018 werden Bau- und Instandhaltungsarbeiten vermehrt im Rahmen von längeren Bauintervallen und Totalsperren durchgeführt.

Ab dem Fahrplan 2018 hält der InterRegio auf der Strecke Genf Flughafen–Bern–Luzern neu in Nyon, Morges, Palézieux und Romont. Damit erhalten Nyon und Morges eine Direktverbindung nach Bern. Palézieux und Romont sind neu mit einer schnellen Direktverbindung an Genf und Genf Flughafen angeschlossen. Auf diesen Strecken werden überwiegend Doppelstockkompositionen des Typs IC2000 eingesetzt. Damit stehen mehr Sitzplätze zur Verfügung. Die InterRegio-Züge Genf Flughafen–Lausanne–Brig verkehren neu stündlich ohne Halt zwischen Genf und Lausanne. Damit verkürzt sich die Reisezeit zwischen dem Wallis sowie der Riviera und Genf um 11 Minuten. Neu verkehrt zudem ab Basel–Luzern ein Frühzug durch den Gotthard-Basistunnel nach Lugano.

Im internationalen Personenverkehr steht der Ausbau eines attraktiven Angebots auf der Nord-Süd-Achse im Vordergrund. Ab 10. Dezember 2017 wird eine tägliche Verbindung zwischen Zürich und Venedig eingeführt. Zudem verkehrt pro Tag ein Zugspaar des Typs ETR 610 direkt von Frankfurt nach Mailand. Auf der Linie Zürich–Stuttgart profitieren die Kunden von einem Stundentakt.

Damit die Bahninfrastruktur auch in Zukunft sicher und zuverlässig funktioniert, investiert die SBB von 2017 bis 2020 jährlich 3,2 Milliarden Franken in Instandhaltung und Ausbau. Die SBB steigert die Effizienz im Unterhalt, indem zum Beispiel die notwendigen Arbeiten möglichst gebündelt und in längeren Bauintervallen ausgeführt werden und senkt damit die Kosten.

Damit die Betriebsstabilität während der Hauptverkehrszeiten möglichst wenig beeinträchtigt wird, verlängert die SBB die nächtlichen Zeitfenster für die Bau- und Instandhaltungsarbeiten. Deshalb wird von Sonntag bis Donnerstag im Viereck Luzern–Olten–Basel–Zürich in den Randstunden mit geringerem Passagieraufkommen ab 22 Uhr das Angebot reduziert. Zudem sperrt die SBB teilweise ganze Streckenabschnitte, was ein effizientes Bauen ermöglicht.

Ab Montag 29. Mai 2017 ist die Seite www.fahrplanentwurf.chLink öffnet in neuem Fenster. online. Fahrplanbegehren und Unstimmigkeiten in den Fahrplanentwürfen können bis Sonntag, 18. Juni 2017 gemeldet werden. Stellungnahmen sind mit dem vorbereiteten Online-Formular direkt an die für den öffentlichen Verkehr zuständigen Stellen der Kantone zu richten. Diese werden die Eingaben prüfen und wenn möglich berücksichtigen oder als Planungsgrundlage für die kommenden Fahrplanjahre vormerken. Quelle: SBB / DMM

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