Bahn

09. August 2017 | Von: Gernot Zielonka

Keine vernünftige Verbindung

Die interbationalen Zugverbindungen von Deutschland in die Nachbarländer funktionieren sehr gut. Ausnahme: Die Strecke Berlin-Prag-Wien. Auf dieser Magistrale hat ist Ziel der EU, leicherere, schnellere und umweltfreundlichere Verbindungen zu schaffen, komplett schief gelaufen. Es gibt keine durchgehenden Fernzüge mehr.

Seit der legendäre "Vindobona" eingestellt worden ist, der bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 täglich Wien über Prag und Dresden mit Berlin und Hamburg verband, ist die attraktive  umsteigefreie Direktverbindung Gechichte. Hintergrund ist ein Kompetenzgerangel zwischen den drei beteiligten Bahnen ÖBB, DB und CD. Die Österecher legen ihren Schwerpunkt auf Hightech-Railjets, die von Graz über Wien bis Prag mit Tempo 200 km/h verkehren. Zwar wurde eine Weiterführung der im CD-Eigentum befindliche blauen Fernzüge nach Berlin und Hamburg diskutiert, aber angeblich technische Gründe und dann die Absicht der Deutschen Bahn, lieber mit dem tschechicken prvaten Fernzuganbieter Regiojet zu kooperieren, verhinderte die gerade für Geschäftsreisende innovative Lösung. Der Deal mit Regijet ist übrigens geplatzt, weil der Anbieter nicht das passende Wagenmaterial beisteuern konnte.

Danach wandte sich die DB wieder der tschechischen Staatsbahn CD zu. Die CD stellt zwar hochmoderne Eurocitywagen und wollte auch mit ihrer Hightech-Lok der Reihe 380 die neuen Fernzüge von Prag bis Hamburg bespannen, das aber blockierte wiederum die Db aus mehr oder weniger fadenscheinigen Gründen. Nun sollen die Fernzüge Prag-Dresden-Berlin-Hamburg ab Fahrplanwechsel im kommenden Dezember von nagelneuen Siemens-Vectrons gezogen werden, die seitens der CD auf zehn Jahre geleast werden. Den vor allem von vielen Firmen in Österreich und Tschechien geforderten durchgehenden Fernzug Wien-Prag-Berli konnte die CD auf die Schnelle in ihre fix und fertigen Fahrlanlagen nicht mehr integrieren, heißt es. Quelle: DMM / EK

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