Panorama

08. September 2017 | Von: Gernot Zielonka

Florida: Irma bedroht Sicherheit für Leib und Leben

Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Floria auf, den Bundesstaat so schnell wie möglich zu verlassen. Grund: Der Wahnsinns-Hurrikan Irma wird mit unvorstellbarer Gewalt über den südlichsten Bundesstaat der Vereinigten Staaten fegen. Es gibt absolut keine Sicherheit mehr für Leib und Leben.

Der Hurrikan „Irma“ hat als „Major Hurricane“ der höchsten Kategorie 5 mit Winden von mehr als 250 km/h die nordöstliche Karibik einschließlich der US-amerikanischen Jungferninseln und Puerto Rico überquert und wird im weiteren Verlauf am Wochenende (9./10. September 2017) auf Florida treffen. Für die Region wurde bereits der Ausnahmezustand verhängt. Bewohner und Touristen des Monroe County (Florida Keys), in weiten Teilen des Miami-Dade-County (A-, B- und C-Zonen, darunter ganz Miami Beach und küstennahe Gebiete von Miami) sowie auch von Teilen des Broward- und Collier-County (Marco Island) müssen die Gegend verlassen und sich in Sicherheit bringen.

Der Flughafen Miami International wurde am Freitag 08. September 2017 geschlossen und steht nicht als Notunterkunft zur Verfügung. Der Flughafen in Orlando wird am Samstag, 09. September geschlossen.  Lokalen Behörden zufolge gibt es keine Schutzräume (Shelter) in Miami Beach. Für die Evakuierung stehen Gratis-Shuttle-Busse an 25 Punkten in Miami Beach zur Verfügung. Diese sollten genutzt werden.

Für weitere Informationen können sich Betroffene an die amtliche Hotline-Nummer 311 wenden. Hinweise auf amtliche Evakuierungsunterkünfte in der Region finden deutsche Urlauber und Geschäftsreisende unter: www.miamidade.gov, www.broward.org, www.monroecounty-fl.gov.

Es gilt die höchste Alarmstufe und es muss mit starken Stürmen, heftigen Regenfällen, Überschwemmungen und Erdrutschen gerechnet werden. Das deutsche Generalkonsulat Miami bleibt bis auf weiteres geschlossen. Die Erreichbarkeit ist über Bereitschaftsdienste in Miami und Washington sichergestellt. Reisende werden gebeten, die Wettervorhersage, stets aktuelle Informationen des National Hurricane Centers zu beachten und die Anweisungen der lokalen Behörden unbedingt zu befolgen.

In Houston (Texas) sind die lokalen Behörden in einigen Stadtteilen infolge des Hurrikans „Harvey“ weiterhin mit Sicherungsmaßnahmen auf Grund der Überschwemmungen befasst. Nächtliche Ausgangssperren gelten nur noch in den betroffenen Stadtteilen. Im Umkreis einer Chemiefabrik nordöstlich von Houston ist weiterhin mit Einschränkungen zur Vermeidung gesundheitlicher Risiken zu rechnen. Reisenden wird geraten, engen Kontakt mit ihren Reiseveranstaltern bzw. Fluggesellschaften zu halten sowie ggfs. Anweisungen der lokalen Behörden zu beachten.

Anmerkung der Redaktion: Jeder nur halbwegs Gebildete weiß, dass im September/Oktober Hurrikan-Zeit im Großraum des Golfs von Mexiko ist und demzufolge meist sehr schwere Stürme beliebte Urlaubsinseln der Deutschen wie Dominikanische Republik, Kuba, Bahamas etc. sowie die angrenzenden Länder des Golfs von Mexiko (Texas, Louisina, Mississippi, Alabama und Florida) heimsuchen. Und dennoch verkaufen gewissenlose Reiseveranstalter selbst in dieser lebensgefährlichen Zeit ihre Reisen in die Urlaubsregionen an mehr oder weniger dumme Zeitgenossen. Und man sollte nicht glauben, dass deutsche Urlauber auch nur einen Funken Intelligenz besitzen. Dann nämlich wüssten sie, worauf sie sich einlassen. Erschwerend hinzu kommt zurzeit, dass US-Airlines aktuell für das Ausfliegen aus den bedrohten Regionen das Sechs- bis Siebenfache des normalen Ticketpreises veralngen. Das ist zwar eine Riesen-Unverschämtheit, die not der Menschen auszunützen, aber die Betroffenen haben keine Wahl. Quelle: Auswärtiges Amt / DMM

Schließen