Luftfahrt

11. September 2017 | Von: Gernot Zielonka

Wöhrl bietet 1/2 Mrd. Euro für Air Berlin

Bis zu ½ Mrd. Euro hat der Nürnberger Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl für die insolvente Air Berlin-Gruppe geboten. Ein entsprechendes Angebot hat seine Firma INTRO (Verwaltung, Consulting, Media und Beteiligungsgesellschaft) und deren Tochter Aurum Projekt AG Air-Berlin-Sachwalter Lucas Flöther unterbreitet.

Zumindest für die in großer Sorge lebenden Beschäftigten der Air Berlin klingt die Offerte viel versprechend; denn Wöhrl sagt auch, dass er alle Arbeitsplätze erhalten will, was bei der Lufthansa wohl anders wäre. Übrigens hat Wöhrl. Den Übernahmefavoriten Lufthansa (die LH hatte den Übernahme-Deal schon seit Langem vorbereitet, wo die Fachwelt) und weitere Mitbewerber wie Condor, Germania, Niki Lauda und der Touristikkonzern TUI informiert, sich an seinem Angebot beteiligen zu können. Sollten die Angesprochenen abwinken, so ist der 68-jährige Ex-Luftfahrtunternehmer nach eigenen Angaben auch allein in der Lage, zusammen mit ungenannten Investoren den maroden Carrier wieder flügge zu machen.  

Wöhrl ist vom Wieder-Wachstum Air Berlins überzeugt, wenn er wieder am Ruder ist. Sollte der Nürnberger den Zuschlag bekommen – noch können Interessenten bis 15. September 2017 ihre Gebote abgeben – will er eine erste Rate in Höhe von 50 Mio. Euro am Tag der Übernahme locker machen. Weitere Zahlungen erfolgen in Abhängigkeit von den zu erreichenden Ergebnissen. Im Endeffekt könnte dann eine Summe von 500 Mio. Euro zusammen kommen. Und noch ein Schmankerl hält Wöhrl für die aktuellen AB-Mitarbeiter bereit:  Für den Fall eines Weiterverkaufs sollen sie eine Gewinnbeteiligung von 100 Mio. Euro erhalten. Quelle: INTRO / DMM

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