Bahn

14. November 2017 | Von: Heribert Daniel

Neue Züge für die Niederlande

Die DB-Tochter Arriva kauft für die Verkehre auf den „Nördlichen Linien“ in den Niederlanden 18 besonders umweltfreundliche Züge des Typs Stadler Flirtino. Der Wert des Vertrages mit dem Schweizer Hersteller beträgt 170 Millionen Euro.

Stadler liefert die neuen Züge für den Regionalverkehr um die Provinzhauptstädte Groningen und Leeurwarden (Friesland) ab 2020 zunächst mit emissionsarmen Dieselmotoren. Mit der schrittweisen Elektrifizierung der Strecke werden diese Antriebe durch Elektromotoren ersetzt. Durch ein innovatives Stromspeicherkonzept können die eigens für Arriva entwickelten Züge auch auf Teilstrecken ohne Oberleitung fahren. Die bestehende Zugflotte aus 51 Diesel-Triebzügen wird ebenfalls mit der neuen Hybrid-Technologie ausgestattet, sodass langfristig 69 der emissionsfreien Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Um auf Kundenwünsche besonders einzugehen, entscheiden die Reisenden beim Design der Züge mit. Die Zahl der Sitzplätze steigt bei der neuen Flotte um rund 30 Prozent.

DB Arriva hat die „Nördlichen Linien“, zu denen auch grenzüberschreitende Verkehre nach Leer in Niedersachsen gehören, in einer Wettbewerbsausschreibung Mitte 2017 gewonnen. Das Unternehmen fährt bereits aktuell diese Verkehre und ist im Rahmen des neuen Verkehrsvertrages, der ein Gesamtvolumen von 1,6 Milliarden Euro hat, nun auch von 2020 bis 2035 der Betreiber. In den Niederlanden ist DB Arriva einer der größten Anbieter im Öffentlichen Personenverkehr und seit 1999 im Markt. Rund 6.000 Mitarbeiter sind in elf von zwölf Provinzen des Landes im Einsatz und betreiben 1.550 Busse, 147 Züge und 13 Wassertaxis. Quelle: Deutsche Bahn AG / DMM

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