Bahn

07. Dezember 2017 | Von: Julia Zielonka

Änderungen im Fernverkehrsangebot 2018 in Hessen

Mit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017 profitieren Reisende von der größten Angebotsverbesserung in der Geschichte der Deutschen Bahn. Auch in Hessen und im Bahnknoten Frankfurt führt die Aufnahme des fahrplanmäßigen Zugverkehrs auf der neuen Schnellfahrstrecke Berlin - München mit dem neuen Drehkreuz Erfurt und dem Start des ICE 4 zu attraktiven Angeboten im Fernverkehr der Deutschen Bahn.

Zwischen Frankfurt und Berlin wird es ab dem 10. Dezember mehr direkte ICE-Verbindungen geben: bis zu zwei Fahrten pro Stunde – einmal via Braunschweig und einmal via Erfurt. Die über Braunschweig fahrenden ICE verkehren ab Frankfurt Flughafen über Frankfurt Süd nach Berlin statt wie bisher vom Frankfurter Hauptbahnhof. Damit steigt die Zahl der Direktverbindungen zwischen den beiden Metropolen um 35 %. Darüber hinaus haben Reisende aus Frankfurt - durch die Inbetriebnahme der Schnellfahrstrecke mit Erfurt als neuem ICE-Drehkreuz in Deutschlands Mitte - optimale Anschlüsse wie beispielsweise zweistündlich nach Halle oder nach Chemnitz sowie neue Direktverbindungen nach Lutherstadt Wittenberg. Ferner verkehren statt des derzeitigen ICE-Sprinterangebotes zwischen Frankfurt und Berlin künftig ICE-Züge mit mehr Zwischenhalten sowie zusätzliche Sprinter über Halle mit einer Fahrzeit von unter vier Stunden. 

Im Rahmen einer neuen Kooperation zwischen der Deutschen Bahn, den Schweizerischen Bundesbahnen und der Trenitalia verkehrt täglich ein  Hochgeschwindigkeitszug in ICE-Standard von Frankfurt ins Tessin und nach Italien. Dieser EurocityExpress fährt morgens ab 8.01 Uhr von Frankfurt umsteigefrei über Luzern und Lugano und erreicht Mailand gegen 15.35 Uhr. Der Gegenzug startet um 11.23 Uhr in Mailand und erreicht sein Ziel Frankfurt um 18.59 Uhr. Die Fahrzeit liegt wie die heutige Umsteigeverbindung bei 7:30 Stunden. Für Fahrten von und nach Italien ist eine Reservierung erforderlich.

Die Fahrzeit der alle zwei Stunden zwischen Frankfurt und Wien verkehrenden ICE-Züge beträgt künftig weniger als sechseinhalb Stunden, so dass Reisende aus Frankfurt mit den zweistündlichen ICE-Zügen künftig rund 25 Minuten schneller in Wien sind. So erreicht beispielsweise der ICE um 6.21 Uhr ab Frankfurt die Donaumetropole künftig schon um 12.45 Uhr.

Auf der stark nachgefragten ICE-Linie Hamburg – Kassel – Frankfurt - Stuttgart werden ab 10. Dezember 2017 schrittweise brandneue ICE-Züge vom Typ  „ICE 4“ eingesetzt. Mit 830 Sitzplätzen bieten die Fahrzeuge pro Fahrt über 100 Plätze mehr als die bisher hier eingesetzten Züge. Auch ist die Mitnahme von bis zu acht Fahrrädern möglich. Zunächst sind drei Fahrten pro Tag und Richtung geplant, ab Juni 2018 fünf.

Reisende ab Bad Hersfeld erreichen künftig mit den zweistündlich verkehrenden ICE-Zügen Frankfurt - Leipzig die Landeshauptstädte Wiesbaden, Mainz und Dresden ohne umzusteigen. In Frankfurt halten diese Züge dann am Hauptbahnhof statt am Südbahnhof. Am späten Abend halten in Bad Hersfeld um 21.15 Uhr (aus  Dresden) und 22.13 Uhr (aus Berlin) zwei zusätzliche ICE.

Reisende ab Kassel und Fulda profitieren von zwei abendlichen ICE-Fahrten auf der Linie Frankfurt - Berlin, von rund 25 Minuten schnelleren ICE-Zügen nach Wien sowie freitags im Winter und Hochsommer von einem neuen touristischen IC-Direktzug in die Kitzbühler Alpen (Kassel-Wilhelmshöhe ab 13.56 Uhr, Fulda ab 14.34 Uhr). Quelle: DB / DMM

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