Panorama

04. Dezember 2017 | Von: Gernot Zielonka

Schadenersatz von Ex-Airberlin-Managern?

In Deutschland stopfen sich nicht wenige Manager großer Konzerne die Taschen voll, ohne entsprechende Leistung zu bringen oder gar befähigt zu sein. Ein Paradebeispiel: Airberlin. Von unfähigen Führungskräften an die Wand gefahren bzw. im August 2017 zum Absturz haben die Herrschaften Unsummen „verdient“, während viele ihrer Angestellten nach der Pleite der Fluglinie den Weg zum Arbeitsamt antreten dürfen.

Aktuell wurde bekannt, dass der Sachwalter der Air-Berlin-Gläubiger (über 200.000 (!)), Prof. Dr. Lucas Flöther, mögliche Schadenersatzansprüche gegen ehemalige Manager der insolventen Fluggesellschaft prüfen lässt. Indes wäre so ziemlich das erste Mal in der Bundesrepublik, dass so genannte Internehmenslenker für ihr Unvermögen haften müssten; denn ihre Verträge sind i.d.R. so ausgestaltet, dass sie bei wenig bis Null Leistung und Können  irre Gehälter einstreichen, im Ernstfall aber nicht belangt werden können. Da steht das deutsche Recht vor. In den USA, in Japan, Korea und China würden solche "Führungskräfte" längst hinter Gitter sitzen.

Nun heißt es im Fall Airberlin, dass das Wirtschaftsprüfungsunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC) herausfinden soll, ob bei diversen Managern der Airberlin Geld zu holen ist.

Bemerkenswert ist eine weitere Meldung im Fall Airberlin, die von der Bundesagentur für Arbeit (BA) kommt. Die Behörde wundert sich, dass bis dato nur wenige Arbeitslosmeldungen von ehemals Beschäftigen der Airberlin registriert worden sind. Sie rät daher allen Betroffenen, sich zu melden, sofern sie nicht in Transfergesellschaften gewechselt sind oder einen Job gefunden haben. Quelle: BA / Flöther-Wssing / DMM

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