Bahn

12. Februar 2018 | Von: Gernot Zielonka

Eurocity streift Regionalzug

Aus noch ungeklärter Ursache kam es am Montag, 12. Februar 2018, gegen 12:45 Uhr im Bahnhofsbereich Niklasdorf (Steiermark) zu einer Flankenfahrt zwischen einem Regionalzug und einem Eurocity. Dabei entgleisten mehrere Wagons. Eine Frau kam ums Leben und es gab 22 Verletzte.

Die beiden Züge waren in entgegengesetzer Richtung unterwegs. In einem Weichenbereich kam es zu einer Flankenkollision. Der Regionalzug (R 1708) nach Mürzzuschlag, der einen Halt am Bahnhof Niklasdorf hatte, prallte in die Seite des durchfahrenden EuroCity (EC 216). Die Züge kollidierten also am gleichen Bahngleis. Dabei wurde die Seitenwand eines Abteilwagens des EuroCity der Länge nach aufgerissen. Teile der Zuggarnituren sprangen aus den Schienen.

Aufgrund der Unfallentwicklung wurden, den ersten Informationen der vor Ort befindlichen Rettungs- und Einsatzkräfte zufolge, mehrere Personen teils schwer verletzt. Der Eurocity EC216 der Deutschen Bahn war von Graz nach Saarbrücken unterwegs. Der Regionalzug R 1708 fuhr von Friesach in Kärnten nach Mürzzuschlag.

Eine Frau aus dem Fernzug konnte nach ersten Angaben nur noch tot geborgen werden. 22 Personen wurden verletzt, darunter drei Kinder. Zumindest ein Waggon des Zuges nach Saarbrücken, es handelt sich um eine DB-Garnitur, wurde auf der ganzen Seite aufgerissen. Alle erforderlichen Einsatz- und Rettungskräfte befinden sich derzeit vor Ort und evakuieren und betreuen die betroffenen Personen an der Unglücksstelle. 

Laut ÖBB-Sprecher Roman Hahslinger sollte das in der nächsten Zeit durch die Auswertung der Fahrtenschreiber sowie die Signalstellungen und sogenannten Zufahrtsstraßen der Züge aufgeklärt werden. Die Südbahnstrecke ist zwischen den Bahnhöfen Leoben und Niklasdorf unterbrochen. Die ÖBB haben einen Schienenersatzverkehr zwischen Bruck und Leoben eingerichtet - es kommt zu Verzögerungen von bis zu zwei Stunden. Die Strecke soll zumindest bis Mittwoch unterbrochen bleiben. Quelle: ÖBB / ORF / DMM

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