Luftfahrt

11. Februar 2018 | Von: Gernot Zielonka

Regionaljet nahe Moskau abgestürzt

40 km nordöstlich von Moskau ist am Sonntag Nachmittag ein zweistrahliges Regionalflugzeug mit 71 Menschen an Bord abgestürzt. Es hat laut Nachrichtenagentur Interfax keine Überlebenden gegeben. Es ist der erste Absturz eines zivilen Passagierjets in 2018.

Die Antonov 148, ein Hochdecker der Saratow Airlines, ist möglicherweise kurz nach dem Start mit einem Helikopter der russischen Post zusammengestoßen, spekulierte TASS. Allerdings bestätigt das auch das Branchenportal aviationherald.com, nachdem unweit des Unglücksorts auch Trümmerteile des Hubschraubers gefunden worden sein sollen.

Der Jet war am Moskauer Flughafen Domodedowo abgehoben und kurz nach dem Start vom Radar verschwunden. An Bord befanden sich 65 Passagiere (überwiegend aus der Region Orenburg), zwei Piloten und vier FlugbegleiterInnen. Die gelb lackierte Maschine ging nahe dem Dorf Argunovo nieder. Ziel war die Großstadt Orsk im Osten der Oblast Orenburg in der Russischen Föderation an den Südausläufern des Urals, unweit zur Grenze zu Kasachstan.    

Weitere Spekulationen über die Unglücksursache betreffen laut Verkehrsministerium in Moskau auch eine mögliche Eisbildung auf den Tragflächen, die Wetterbedingungen oder auch Pilotenfehler. Der Jet aus dem Baujahr 2010 gehört seit genau einem Jahr der Saratow Airlines, die aus der einst riesigen Aeroflot hervorgegangen ist. Seit 26. Oktober 2015 untersagt die russische Aufsichtsbehörde Rosawiazija Saratow Airlines internationale Flüge wegen unerlaubter Anwesenheit Dritter im Cockpit. Präsident Wladimir Putin sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus, ebenso wie inzwischen Berlin. Quelle: Interfax / TASS / DMM

Regionaljet nahe Moskau abgestürzt
Schließen