Automobil

09. April 2018 | Von: Gernot Zielonka

Weltpremiere des neuen Ford Focus

In London präsentierte Ford am Dienstag, 10. April 2018 den komplett neu entwickelten Forcus. DMM war mit von der Partie. Die vierte Generation der erfolgreichen Mittelklasse-Baureihe ist das technologisch kompetenteste und fortschrittlichste Kompaktmodell in der Geschichte von Ford Europa. Leider, und das muss man mit aller Deutlichkeit sagen, gibt es vorläufig nur traditionelle Verbrenner und keine innovatven alternativen Antriebe. Der Bestseller der Marke läuft im Werk Saarlouis (Saarland) erneut als 5-türige Fließheck-Limousine, in der Kombi-Version Turnier sowie – für ausgewählte Märkte außerhalb Deutschlands – auch als 4-türiges Stufenheck-Limousine vom Band. Der Focus spielt seine Stärken vor alllem als Geschäftswagen in Firmenflotten aus. Zu haben ebenso wie der Turnier ab Hderbst (voraussichtlich noch September).

In der Tat, bei diesem Focus ist wirklich alles neu. Und der Golf-Konkurrent bringt nahezu alles mit, was der Geschäftswagennutzer von einem modernen Automobil verlangt: Sicherheitsfeatures, Konnektivität, Effizienz und natürlich gutes Aussehen.

Ford hat in die Produktionsanlagen 600 Mio. Euro investiert, die sich in einer besonders hochwertigen Verarbeitungsqualität widerspiegeln werden. In Deutschland kommt der neue Focus in sechs  Ausstattungslinien auf den Markt: Trend, Cool & Connect, Titanium, ST-Line, Vignale und der etwas später in der Produktion einsetzende Active (die erste Crossover-Variante dieser Baureihe). Erstmals wird die Focus-Baureihe auch mit einer 8-Gang-Automatik zur Verfügung stehen. Die Markteinführung in Deutschland ist für September geplant, und zwar für Fließheck und Kombi (Turnier). Verkaufspreis: ab 18.700 Euro brutto (UPE). 

Der neue Focus im Überblick. Zu den besonderen Kennzeichen zählt das umfassendste Angebot an Fahrer-Assistenzsystemen. Hierzu gehören:

  • der neue Ford Intelligent Drive Assist. Er vereint die adaptive Geschwindigkeitregelanlage (ACC – Adaptive Cruise Control) mit einem Stau-Assistenten einschließlich Stop & Go-Funktion und dem so genannten Fahrspur-Piloten. Das ermöglicht bei den Modellen mit Automatikgetriebe ein müheloses Mitrollen im stockenden Verkehr. Zusätzlich ist das System mit dem Verkehrsschild-Erkennungssystem verknüpft und passt die Geschwindigkeit auf wechselnden Straßenabschnitten automatisch an.
  • die adaptiven LED-Scheinwerfer mit blendfreiem Fernlicht-Assistenten und kamerabasiertem Kurvenlicht reagieren zum ersten Mal überhaupt auch auf Verkehrsschilder entlang der Fahrbahn und passen den Scheinwerferkegel entsprechend an.
  • der Aktive Park-Assistent „Plus“ mit Ein- und Ausparkfunktion und teil-automatisierter Fahrzeugführung steuert bei den Modellen mit dem neuen 8-Gang-Automatikgetriebe auch die Gangwahl sowie die Brems- und Gaspedalbefehle.
  • das erste von Ford in Europa zum Einsatz kommende Head-up-Display erhöht die Konzentration des Fahrers auf das Verkehrsgeschehen.
  • der Ausweichassistent ESA (Evasive Steer Assistance) ist ein Novum in dieser Fahrzeugklasse. Er dient als aktive Lenkunterstützung für den Fall, dass das Auto Hindernisse umfahren muss, um eine Kollision zu vermeiden.

Erstmals kommt nun in der Ford Focus-Baureihe optional das Interaktive Fahrwerksystem mit elektronischer Dämpferreglung CCD (Continuously Controlled Damping) sowie eine Fahrmodus-Regelung zum Einsatz. Im Zusammenspiel mit neu entwickelten Fahrwerksfedern – einem Patent von Ford – steigert dies ein weiteres Mal die besondere Fahrdynamik, mit der diese Baureihe seit nunmehr 20 Jahren Maßstäbe in ihrem Segment setzt. An der Hinterachse verbessert ein isolierter Fahrwerksrahmen den Federungs- und Geräuschkomfort spürbar.

Besonderen Komfort an Bord bieten auch Konnektivitätslösungen wie das integrierte FordPass Connect-Modem, das unterwegs den Kontakt zur digitalen Welt hält, sowie eine induktive Ladestation für das kabellose Aufladen entsprechend kompatibler Smartphones.

Motoren. Auf der Antriebsseite geht der Wagen mit der jüngsten Generation des EcoBoost-Dreizylinders mit 1,0 und 1,5 l Hubraum an den Start. Beide Benziner-Triebwerke profitieren von der innovativen Zylinderabschaltungs-Technologie, die Ford als erster Automobilhersteller überhaupt für Dreizylinder-Aggregate eingeführt hat. Die hochmodernen Ford EcoBlue-Turbodiesel stehen mit 1,5 und 2,0 Litern Hubraum zur Verfügung. Die neu entwickelte 8-Gang-Automatik passt ihre Schaltstrategie der Fahrweise adaptiv an und wird nun über einen attraktiv gestalteten elektronischen Wahlhebel gesteuert.

„Der Focus ist seit zwei Jahrzehnten unser Zugpferd in Europa. In Bezug auf Design, fortschrittliche Technologien und Fahrspaß setzt er seither Maßstäbe und verkörpert alle Eigenschaften, die unsere Kunden an Ford schätzen“, erläutert Steven Armstrong, Präsident von Ford in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika. „Nahezu jedes fünfte Auto, das im vergangenen Jahr in Europa verkauft wurde, gehört zur kompakten Mittelklasse. Dies erklärt, warum der Focus auch in Zukunft für uns und unsere Kunden eine so große Bedeutung besitzt – und warum wir so viel Energie in die Entwicklung der jüngsten Generation investiert haben.“

Neue C2-Segment-Plattform. Der neue Focus ist die erste Baureihe des Automobilherstellers, die auf der neu entwickelten C2-Plattform basiert. Sie ermöglicht eine nochmals verbesserte Crash-Sicherheit und ein größeres Platzangebot im Innenraum, ohne sich nachteilig auf die Außenabmessungen auszuwirken. Hinzu kommt eine optimierte Aerodynamik, die das Verbrauchsverhalten positiv beeinflusst. Dank der um 40 % verbesserten Crash-Struktur peilt Ford für die neue Generation des Focus im unabhängigen Euro NCAP-Sicherheitstest ein Fünf-Sterne-Ergebnis an.

Exterieur-Design. Der Focus Generation 2018 ff läutet die nächste Evolutionsstufe der Design-Philosophie von Ford ein. Die Proportionen sind erwachsener geworden. Die A-Säulen wurden in Richtung Fahrzeugmitte versetzt und lenken den Blick in ihrer optischen Verlängerung auf den Mittelpunkt der Vorderräder. Zugleich scheinen sich die C-Säulen wie ein kraftvoller Muskel auf den hinteren Rädern abzustützen, was unter dem Strich eine sehr ausgewogene, gefällige Seitenansicht bedeutet. In der Länge wächst der Wagen gegenüber dem Vorgänger um 18 mm (Limousine) bzw. 108 mm (Turnier). Höhe (neu versus alt): - 15 mm (Limousine) bzw. -20 mm (Turnier). Breite ohne Spiegel (neu versus alt): + 2 mm (Limousine und Turnier). Der Radstand der 5-türigen Karosserieversion und des Turniers legt gegenüber der Ford Focus-Vorgängergeneration um 52 mm zu. Dies begünstigt die Wahl von Rädern mit größerem Durchmesser. Sie können höher in die Karosserie einziehen und reduzieren auf diese Weise die optische Länge des Autos. Kürzere Karosserie-Überhänge und die leicht zurückversetzte Passagierkabine unterstreichen den sportlich-kompakten Eindruck bei gleichzeitig großzügigeren Innenraummaßen.

Der erkennbar größer ausgeführte und somit markanter in den Vordergrund tretende Kühlergrill füllt den Platz zwischen den horizontal ausgerichteten Hauptscheinwerfern aus, die – ebenso wie die Rückleuchten – so weit außen positioniert wurden wie möglich. Apropos Rücklichter: Fortan zweigeteilt, erleichtern sie den Zugang zum Laderaum durch eine größere Ladebreite. Dank LED-Technologie bieten sie bei Tag und bei Nacht eine unverwechselbare Lichtsignatur, während der „Focus“-Schriftzug prominent dazwischen platziert wurde und die hochwertige Ausführung der Heckpartie noch eleganter wirken lässt.

Eigenständige Design-Elemente für alle Ausstattungslinien. Die Ausstattungslinien unterscheiden sich durch eigenständige Design-Elemente voneinander. Drei Beispiele: 

1. Der neue Focus Vignale weist die für dieses Top-Modell typischen Merkmale auf: Der obere Grill enthält ein Wabenmuster, das an das „V“ in „Vignale“ erinnert. Der untere Kühllufteinlass ist breiter gestaltet und mit einer satinierten Chrom-Dekorleiste versehen. Veredelt wird das Außendesign durch lackierte Seitenschweller mit eingelassenen Dekor-Elementen, ebenfalls in satiniertem Chrom.

2. Der ST-Line tritt mit einem aggressiver aussehenden Heckdiffusor und einem üppigen Dachspoiler an. Die größer ausgeführten Luftöffnungen betonen den sportlichen Charakter dieser Ausstattungsvariante und erlauben einen Blick auf die Motorkomponenten. Markante ST-Line-Flügelelemente leiten den Luftstrom zu den Einlässen des Luftvorhangs.

3. Die höhere Bodenfreiheit des Active weist ebenso auf den robusteren Charakter dieses neuen Crossover-Modells hin wie zusätzliche, in Schwarz ausgeführte Radkästen- und Schwellerverkleidungen. Hinzu kommen ein individuelles Design der Frontpartie sowie Dekor-Elemente im unteren Bereiche der Stoßfänger vorne und hinten, die kontrastierend in Silber ausgeführt sind.

Die Farbpalette der neuen Ford Focus-Generation umfasst insgesamt 13 frische Lacktöne, darunter auch Hokkaido-Orange, Dynamic-Blau und – exklusiv für die Vignale-Variante – Dark Berry.

Das Interieur. Die neue Design-Ausrichtung wirkt sich auch auf die Gestaltung des Interieurs aus: reduzierte und klare Linien, expressive Materialien, nahtlos aneinander gefügte Oberflächen, hoher Qualitätslevel – das alles sorgt für eine entspannte Wohlfühl-Atmosphäre. So gehen z.B. die vorderen Türverkleidungen scheinbar fließend in den Armaturenträger über. Dies lässt den Innenraum noch großzügiger und hochklassiger wirken. Sowohl die Türverkleidungen als auch der obere Teil des Armaturenträgers bestehen aus besonders berührungssympathischen Soft-touch-Stoffen. Modernes Produkt-Design spiegelt sich auch in den polierten und gebürsteten Oberflächen etwa für die Umrandung der Lüfterdüsen, der Türgriffe und anderer Verkleidungen wider. So eigenständig die Karosserie-Designelemente, so individuell präsentieren sich die einzelnen Ausstattungslinien auch im Interieur. Die Vignale-Version überzeugt mit fein gemasertem Holz-Dekor-Einlagen und Premium-Leder, der ST-Line zeichnet sich durch Oberflächen im sportlichen Carbon-Look und rote Ziernähte aus, während der Ford Focus Active – seinem Crossover-Charakter entsprechend – robustere Materialien erhält.

Neue Ergonomie-Sitze. Für entspanntes Reisen auf längeren Strecken sorgen die neuen Ergonomie-Sitze. Sie sind insgesamt 18-fach einstellbar und bieten Fahrer und Beifahrer außergewöhnlichen Komfort. Neben der Einstellmöglichkeit für die Position, die Höhe und die Neigung des Sitzes ermöglicht auch die vierfach elektrisch einstellbare Lendenwirbelstütze eine nahezu perfekte Anpassung an den Rücken. Zusätzlicher Platz und Komfort wird durch die ausziehbare Oberschenkelauflage geboten. Die Kopfstützen lassen sich mit insgesamt vier Einstellungsmöglichkeiten ideal für den Nacken anpassen.

Assistenzen - Ford Co-Pilot360. Für den komplett neu entwickelten Focus steht das umfangreichste Angebot an Assistenzsystemen zur Verfügung, das Ford je in einer europäischen Baureihe angeboten hat. Viele dieser Funktionen entsprechen dem Level 2 für autonome Fahrzeuge. Diese hochmodernen Systeme bieten Verbesserungen in puncto Sicherheit, Fahren und Parken. Der Hersteller  fasst die Assistenz-Technologien ab sofort unter dem neuen globalen Oberbegriff „Ford Co-Pilot360“ zusammen.

Lieferbare Optionen: In Verbindung mit dem neuen 8-Gang-Automatikgetriebe hilft die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage ACC mit Fahrspur-Pilot, einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Auto automatisch einzuhalten, und richtet das eigene Fahrzeug dabei in der Mitte der Fahrspur aus. Dies senkt speziell auf längeren Reisen die Anspannung für den Fahrer und sorgt für einen höheren Komfort. Das System kann die Geschwindigkeit anhand von Informationen des Verkehrsschild-Erkennungssystems – das auch die Anzeigen von Schilderbrücken registriert – und des eigenen Navigationssystems dem aktuell geltenden Tempolimit automatisch anpassen und dadurch den Fahrer auf Abschnitten mit häufig wechselnden Tempolimits entlasten. ACC funktioniert bei Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h.  

Der Fahrspur-Pilot scannt die Fahrbahnmarkierungen und hilft bei aktiviertem ACC mittels sanften, aber gut wahrnehmbaren Lenkkräften dabei, das Auto in der Mitte der eigenen Spur zu halten. Der Fahrer behält stets die Kontrolle über das Lenkrad. Bleiben entsprechende Reaktionen des Fahrers aus, macht das System über optische und akustische Signale darauf aufmerksam, das Steuer wieder zu übernehmen.

Eine neue Funktion für die Ford Focus-Varianten mit dem neuen 8-Gang-Automatikgetriebe ist der Stau-Assistent mit Stop & Go-Funktion. Falls bei stockendem Verkehr erforderlich, bremst er das Auto bis zum Stillstand ab und setzt dafür bis zu 50 Prozent des maximalen Bremsdrucks ein. Kann die Fahrt innerhalb von drei Sekunden fortgesetzt werden, fährt der Stau-Assistent selbsttätig auch wieder an. Dauert der Stopp länger, kann der Fahrer die neuerliche Beschleunigung über einen Schalter im Lenkrad oder mit einem sanften Druck auf das Gaspedal initiieren.  

Bereits vor dem Erreichen einer Kurve, einer Kreuzung oder eines Kreisverkehrs passen die optional verfügbaren adaptiven LED-Scheinwerfer mit blendfreiem Fernlicht-Assistenten und kamerabasiertem Kurvenlicht den Lichtkegel automatisch an und leuchten so die Straße optimal aus. Anhand der Informationen der Frontkamera erkennt das System Fahrbahnmarkierungen bis zu 65 Meter voraus und muss daher für eine entsprechende Reaktion nicht erst die Lenkbewegung des Fahrers abwarten.  

Hinzu kommt eine Funktion, auf die Ford das Patent besitzt: Durch das Erkennen von Straßenschildern, die Kreuzungen oder Kreisverkehre ankündigen, weitet das System die Lichtkegel vor dem Auto aus – so werden Hindernisse rechtzeitig ausgeleuchtet. Davon profitieren insbesondere Fußgänger und Fahrradfahrer, die in dunklen Kurven meist schwer zu erkennen sind.  

Die adaptiven Scheinwerfer passen sich in puncto Leuchtwinkel und -intensität automatisch dem Verkehrsumfeld an. Das blendfreie Fernlicht nutzt die Vorteile der modernen Voll-LED-Lichttechnologie und befreit den Fahrer von der Pflicht, bei entgegenkommenden oder vorausfahrenden Fahrzeuge abzublenden, da diese Autos automatisch aus dem Fernlichtkegel ausgespart werden. Effekt: eine bessere Ausleuchtung der Fahrbahn, sanftere Übergänge zwischen Fern- und Abblendlicht sowie eine geringere Gefahr, anderen Verkehrsteilnehmern die Sicht zu nehmen.  

Als erste europäische Baureihe der Marke tritt der neue Ford Focus auf Wunsch mit einem Head-up-Display (HUD) an. Es projiziert wichtige Informationen auf eine ausfahrbare Projektionsfläche direkt ins natürliche Sichtfeld des Fahrers, der sie dort wahrnehmen kann, ohne den Blick vom Verkehrsgeschehen abwenden zu müssen. Das System zählt in Europa zu den leistungsfähigsten seiner Art. Dank spezieller Filter können auch die Nutzer von polarisierten Sehhilfen das Head-up-Display problemlos lesen. Außer der Geschwindigkeit, die das HUD permanent anzeigt, kann der Fahrer das weitere Informationsangebot individuell zusammenstellen. Zur Wahl stehen die Anzeigen des Verkehrsschild-Erkennungssystems, der adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage, des Audio- und Navigationssystems, Warnhinweise sowie die Schaltempfehlungsanzeige.  

Der optionale Aktive Park-Assistent „Plus“ macht das Ein- und Ausparken noch einfacher. Das System steuert Ford Focus-Modelle mit dem neuen 8-Gang-Automatikgetriebe per Knopfdruck ohne Zutun des Fahrers in Parklücken parallel oder quer zur Fahrtrichtung. Der Fahrer muss hierfür lediglich den Automatik-Wählhebel auf „Neutral“ stellen und einen Schalter in der Mittelkonsole betätigen. Das Auto übernimmt außer der Lenkbewegung auch den Gangwechsel, das Anfahren und Bremsen. Auf diese Weise findet der neue Ford Focus mit bis zu vier km/h in Parkbuchten, die lediglich 110 cm länger sein müssen als das Fahrzeug selbst. Ebenfalls automatisch steuert das System das Auto aus der Parklücke auch wieder heraus.  

Umfassend verbessert präsentiert sich der serienmäßige Pre-Collision-Assist mit Fußgänger- und Radfahrererkennung. Bei eingeschaltetem Fahrlicht registriert das System in der Dunkelheit auch nicht-motorisierte Verkehrsteilnehmer auf der Straße und am Fahrbahnrand, die den eigenen Weg kreuzen könnten. Der Pre-Collision-Assist leitet eine Bremsung ein, wenn der Fahrer auf die Gefahr einer drohenden Kollision nicht oder nur unzureichend reagiert.  

Weitere optionale Assistenz-Technologien: Der Ausweich-Assistent (Evasive Steering Assist) greift auf die Daten des Radarsystems sowie der Frontkamera zu und erkennt langsam fahrende oder stehende Autos vor sich. Droht ein Zusammenstoß, hilft das System dem Fahrer beim Umfahren des Hindernisses durch aktive Lenkunterstützung. Der Toter-Winkel-Assistent BLIS (Blind Spot Information System) mit Cross-Traffic-Alert warnt den Fahrer beim rückwärts Herausfahren aus Parklücken vor herannahenden Fahrzeugen. Neu ist: Sollte der Fahrer nicht oder nur unzureichend reagieren, kann das System jetzt auch das Bremssystem aktivieren, um eine Kollision zu verhindern oder ihre Auswirkungen gering zu halten. Die Rückfahrkamera mit „Split View“-Technologie deckt mit ihrer Weitwinkeloptik einen noch größeren Bereich hinter dem neuen Ford Focus ab als zuvor und bietet eine wichtige Hilfe beim rückwärts Herausfahren aus engen Einfahrten oder Parklücken. Das Falschfahrer-Warnsystem erkennt über die Frontkamera in der Windschutzscheibe und mittels Informationen des Navigationssystems, wenn der Fahrer die Einfahrt-Verbotsschilder übersehen hat und offensichtlich in falscher Richtung auf die Autobahn auffahren will. In diesem Fall warnen Licht- und Tonsignale vor der drohenden Gefahr. Das innovative System kommt zuerst in Ford Focus-Modellen zum Einsatz, die für Deutschland, Österreich und die Schweiz vorgesehen sind.

Dank der serienmäßigen Ford MyKey-Technologie können bestimmte Funktionen des Autos eingeschränkt werden, wenn das Fahrzeug mit dem Ford MyKey-Autoschlüssel benutzt wird – etwa, falls Führerschein-Neulinge damit unterwegs sind. Begrenzen lassen sich außer der Höchstgeschwindigkeit auch die Annahme von Telefongesprächen über die Freisprecheinrichtung während der Fahrt, die Lautstärke der Audioanlage und das Deaktivieren von Sicherheitssystemen wie ESP. Außerdem bleibt die Audioanlage ausgeschaltet, so lange einer der Mitfahrer unangeschnallt ist.  

Modernes Fahrwerk.  Der neue Focus führt das agile Handling auf einen neuen Level und vereint dies mit nochmals verbesserten Komforteigenschaften. Grundlage ist ein neuer, isolierter Fahrwerksrahmen für die gewichtsoptimierte Verbundlenker-Hinterachse mit unterschiedlich langen SLA-Längslenkern (Short Long Arm). Diese Konstruktion optimiert insbesondere auf langen Wellen das Federungsvermögen und sorgt für eine ausgewogene Balance zwischen den Einzelradaufhängungen der Vorder- und Hinterachse. Die Hinterachse des Focus Turnier zeichnet sich durch eine spezielle SLA-Aufhängungsgeometrie aus. Sie ermöglicht ein größeres Kofferraumvolumen mit einer breiteren Ladefläche und spricht speziell bei maximal zulässiger Zuladung feinfühliger an. Wie bereits der neue Fiesta ST erhalten auch die Focus-Versionen mit dem 1,0 l EcoBoost-Turbobenziner sowie die EcoBlue-Turbodiesel mit 1,5 l Hubraum die modernen, von Ford patentierten Force Vectoring-Fahrwerksfedern. Sie erhöhen die laterale Steifigkeit und verbessern die Kurvenstabilität. Die neuen Verbundstoff-Fahrwerkslager mit differenzierter Steifigkeits-Charakteristik sorgen für ein präzise definiertes Eigenlenkverhalten. Kurze Stöße werden sensibel absorbiert. Zugleich verbinden sie den Fahrwerksrahmen mit der Karosserie und schirmen den Innenraum gegen Geräusch- und Vibrationsübertragungen ab.  

Erstmals ist für die Baureihe ein Interaktives Fahrwerkssystem mit elektronischer Dämpferregelung CCD (Continuously Controlled Damping) verfügbar. Es steht für die 5-türigen Limousinen mit SLA-Einzelradaufhängung zur Wahl. CCD setzt im Zwei-Millisekunden-Rhythmus Informationen der Federung, der Lenkung und der Bremse um und passt das Ansprechverhalten der Stoßdämpfer zugunsten des bestmöglichen Federungskomforts entsprechend an. Dabei erkennt das System sogar Schlaglöcher auf der Straße: Überrollt der Reifen die vordere Kante, reagiert der Stoßdämpfer entsprechend und verhindert, dass das Rad zu tief in die Fahrbahn-Unebenheit eintaucht. An der Hinterachse funktioniert dies noch besser, da die Federung von der Vorderachse entsprechend „vorgewarnt“ wurde und hierdurch noch frühzeitiger reagieren kann. Entsprechend weicher fällt der Kontakt mit der hinteren Schlaglochkante aus.

Serienmäßig: der selektive Fahrmodus-Schalter. Erstmals und serienmäßig hat der Focus einen selektiven Fahrmodus-Schalter an Bord. Er stellt die Einstellungen „Normal“, „Sport“ sowie „Eco“ bereit. Damit kann der Fahrer u.a. das Ansprechen des Gaspedals und der Servolenkung den eigenen Vorlieben anpassen.   In Verbindung mit CCD bietet der Wagen auch „Komfort“ und „Eco-Komfort“-Einstellungen mit einer entsprechenden Dämpfungs-Charakteristik an.  

Gut vernetzt. Das ab der Ausstattungsversion Titanium serienmäßig integrierte FordPass Connect-Modem – es feiert in dieser Baureihe seine Europa-Premiere – verwandelt das Auto in einen mobilen WLAN-Hotspot für bis zu zehn Endgeräte gleichzeitig. Mit Echtzeit-Verkehrsdaten („Live Traffic“3) für das Navigationssystem erleichtert es die Planung einer stressfreien Fahrt, während sich die Passagiere an Bord die Zeit mit Streaming-Inhalten verkürzen können.

Über die FordPass App gewährt FordPass Connect zugleich den Zugang zu folgenden Services:

  • Fahrzeugortung – sie erleichtert das Wiederauffinden des Autos auch auf großen und unübersichtlichen Parkplätzen.
  • Abfrage des aktuellen Fahrzeugstatus in puncto Tankfüllung, Alarmanlage, Ölstand und vieles mehr.
  • Entriegeln und Verriegeln des Ford Focus aus der Ferne.
  • Anlassen des Motors via Fernbedienung
  • Das Ladefeld, das nach dem Qi-Standard arbeitet, ermöglicht das drahtlose Aufladen entsprechender Smartphones, deren Kompatibilität das System automatisch erkennt. Die Geräte können dabei über die Bluetooth-Schnittstelle des Kommunikations- und Entertainmentsystems Ford SYNC 3 verbunden bleiben, mit dem sich Audio-, Navigations- und Klimatisierungsfunktionen des Autos per Sprachbefehl steuern lassen. Es ist kompatibel mit Apple CarPlay und Android Auto.

Der 8" große Touchscreen-Farbmonitor reagiert auf Wisch- und Ziehbewegungen.

Viel Platz. Fahrer und Beifahrer genießen eine Schulterfreiheit, die mit 1.421 mm (5-Türer / Turnier) einen neuen Klassenbestwert bedeutet. Zugleich profitiert der Innenraum von einem Armaturenträger, der gegenüber dem Vorgängermodell geringfügig zurückversetzt wurde. Die Mittelkonsole, deren Seiten bei den Serien Titanium und Vignale knieschonend gepolstert sind, fällt insgesamt schmaler aus, da diverse Schalter und Bedienelemente entfallen – ihre Aufgabe übernimmt nun der Touchscreen.

Über gute Platzverhältnisse dürfen sich auch die Passagiere auf den Rücksitzen freuen: Für sie zahlt sich der längere Radstand und der flache Fahrzeugboden aus. So legt die Kniefreiheit gegenüber dem Vorgängermodell um 50 mm zu und erreicht mit 81 cm nun Klassenbestwert. Die Schulterfreiheit legt um gut 60 mm zu. Das luftige Gefühl wird zusätzlich durch die Ausgestaltung der hinteren Türen – deren Seitenfenster bis in die Dachsäulen reichen – und das optional angebotene Panoramaglas-Schiebedach verstärkt. Ein anderes bemerkenswertes Detail: Die spezielle Gestaltung der Außenspiegelgehäuse reduziert das Pulsieren des Luftstroms bei geöffneten Seitenscheiben.  

Großes Gepäckraumangebot. Der Gepäckraum mit dem ebenen Ladeboden ist ausreichend, um selbst voluminöse Gegenstände problemlos transportieren zu können. Beispiel 5-türige Limousine: Ohne umgeklappte Rücksitzbank legt das Ladevolumen gegenüber dem Vorgänger um 25 auf 341 Liter zu. Bei umgeklappter Rücksitzbank wächst das Ladevolumen gegenüber dem Vorgänger um 92 auf 1.354 Liter.   Beispiel Turnier: Die Ladelänge am Boden, also von der Ladekante bis zu den Rücksitzen, wächst gegenüber dem Vorgänger um 28 mm. Werden die Easy-Fold-Rücklehnen durch den Zug an einem Hebel umgeklappt, legt die Ladetiefe von der Ladekante bis zu den Vordersitzen um 165 mm zu. Das maximale Ladevolumen beträgt jetzt 1.650 Liter. Die sensorgesteuerte Heckklappe ermöglicht den Zugang zum Gepäckraum über eine einfache Fußbewegung unter der Heckschürze. Auch das Rätsel, wohin bei Nichtgebrauch die Gepäckraumabdeckung verschwinden kann, haben die Ingenieure elegant gelöst: Sie findet nun unterhalb einstellbaren Gepäckraumbodens Platz und lässt sich obendrein besonders leicht montieren und demontieren. 

Der neue Ford Focus kommt mit einer fortschrittlichen Palette an Ford EcoBoost-Turbobenzinern und EcoBlue-Turbodiesel-Motoren auf den Markt. Sie erfüllen die Emissionsklasse Euro 6d-temp auf Basis des neuen WLTP-Testzyklusses (World Harmonised Light Vehicle Test Procedure) und überzeugen mit kraftvoller Leistungsentfaltung sowie weiter verbesserter Laufkultur. Die automatischen Start-Stopp-Systeme senken serienmäßig den Verbrauch und damit auch die Betriebskosten. Außer geschmeidigen 6-Gang-Schaltgetrieben steht nun erstmals auch eine neu entwickelte 8-Gang-Automatik zur Wahl. 

Quer durch alle Modellvarianten überzeugt der neue Focus mit einem Kraftstoffverbrauch und mit CO2-Emissionen, die kombiniert gegenüber dem Vorgängermodell um bis zu 10 % niedriger ausfallen – so das Ergebnis eigener Berechnungen.

Seit 1998, dem Debüt der ersten Ford Focus-Generation, hat Ford über 16 Mio. Exemplare seines Verkaufsschlagers produziert. 7 Mio. davon waren für den europäischen Markt6 bestimmt. Im vergangenen Jahr hat Ford allein in Europa rund 210.500 Ford Focus verkauft. Quelle: Ford-Werke / DMM      

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