Geschäftsreise

09. Oktober 2017 | Von: Gernot Zielonka

Zusatzgebühr DCC vermeiden

Die beiden IAG-Fluggesellschaften British Airways und Iberia haben mit der TMC American Express Global Business Travel (GBT) eine Vereinbarung getroffen, wonach Firmen und Reisende bei Buchung über teilnehmende GDS Zuschläge auf die Flugtarife vermeiden können.

Wie DMM mehrfach berichtete, hatten die beiden Airlines im Mai 2017 angekündigt, vom 01. November 2017 an einen Zuschlag von acht britischen Pfund/9,50 Euro für Tarifkomponenten zu erheben, die über indirekte Kanäle gebucht werden. Zu diesen Kanälen gehören die Globalen Vertriebssysteme (GDS) sowie Online-Buchungstools (OBT), wie sie Travel Management Companies (TMC) und ihre Kunden nutzen.  

Mobilitätsmanager, Geschäftsreisende und alle anderen Passagiere kennen das: Seit 01. September 2015 werden bei Vorreiter Lufthansa alle Flugscheine mit der Zusatzgebühr "Distribution Cost Charge", oder kurz "DCC" genannt ,in Höhe von 16 Euro belastet. Diese Zusatzgebühr gilt seitdem für alle Lufthansa-Flugscheine weltweit, wenn das Ticket über ein Globales Reservierungssystem (GDS), wie z.B. Amadeus, Sabre, Travelport usw., ausgestellt wird.

Kunden von GBT können nun aufatmen: Auch wenn die 9,50 Euro nur einen Kleinstbetrag darstellen, sie müssen die DCC nicht bezahlen, nachem eine mehrjährige Vereinbarung über künftige GDS-Distribution getroffen ist. Der Vertrag gilt für alle GDS-Buchungen, wobei allerdings alle GDS dem neuen Arrangement mit den Airlines zustimmen müssen. Bisher hat erst ein GDS diese Zustimmung erteilt; British Airways, Iberia und GBT stehen im aktiven Dialog mit den anderen GDS. Die Vereinbarung gilt auch für Buchungen über American Express Travel & Lifestyle Services und über ausgewählte Franchisepartner von GBT. Außerdem wird geprüft, wlchen Mehrwert der von der IATA entwickelte Technologiestandard New Distribution Capabilities (NDC) Unternehmen einen Mehrwert bringt, die Managed-Travel-Programme nutzen. Quelle: GBT / DMM

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