Geschäftsreise

10. November 2017 | Von: Gernot Zielonka

Pekings neue Einreiseverbote

Angela Merkels Flüchtlingspolitik bescherte Deutschland bis heute etwa 2,5 Mio. Wirtschaftsmigranten und Schutzsuchende, darunter auch viele IS-Rückkehrer (Innenministerium). Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist das Grund genug für die Regierung in Peking, neuerdings Geschäfts- und Privatreisenden mit türkisch klingendem Namen die Einreise zu verweigern, selbst wenn sie deutsche Staatsbürger sind. Peking fürchtet, dass unter ihnen auch Terroristen sein könnten.

Wie die Wirtschaftswoche meldet, bekomme der Deutsche Industrie- und Handelskammertag immer wieder Hinweise auf die neue Form einer restriktiven Einreisepolitik. Dabei ist aus Sicht des DIHK die Visa-Vergabe wichtig vor dem Hintergrund der starken wirtschaftlichen Verflechtungen Deutschlands und Chinas. Bekanntlich hat sich China im zurückliegenden Jahrzehnt zu einem der wichtigsten Handelspartner Deutschlands entwickelt.

2017 ist China Deutschlands drittwichtigster Handelspartner außerhalb der EU und ein bedeutendes Investitionsziel. Die Breite sowie das starke Wachstum der chinesischen Wirtschaft haben international operierende deutsche Unternehmen kontinuierlich angezogen. Eine Präsenz auf dem chinesischen Markt ist heute entscheidend für den anhaltenden geschäftlichen Erfolg. Besonders die in Deutschland traditionell starken Sektoren des produzierenden Gewerbes wie die Automobilindustrie, der Maschinenbau und die Chemiebranche sind auch in China bedeutende Investitionsträger. Aktuell sind 5.200 deutsche Firmen im Reich der Mitte tätig und beschäftigen dort ca. 1 Mio. Menschen. Die Präsenz der deutschen Unternehmen bedingt auch zahlreiche Geschäftsreisen.

Laut wiwo.de lehnen die chinesischen Konsulate in Deutschland neben Geschäftsleuten mit türkischen Namen auch gewöhnliche Touristen ab – darunter auch solche mit deutsch klingenden Namen. Dies dann, wenn sich die Antragsteller zuvor längere Zeit in der Türkei aufgehalten haben. Spekuliert wird, dass ein Grund Pekings für die Einreiseverbote Deutschlands Politik der offenen Grenzen gegenüber Flüchtlingen und Migranten aus dem Nahen Osten war und ist. Was nahezu alle Länder dieser Welt kritisieren, betont auch Peking, nämlich, dass die Bundesrepublik nicht ausreichend kontrolliert, welche Personen über die Grenze ins Land gelangten. China fürchtet scheinbar, unter den Antragsstellern für ein Visum könnten sich auch mögliche Terroristen oder türkische Aktivisten befinden. Ein weiterer Grund für das Verhindern von China-Besuchen könnten die angespannten Beziehungen zwischen China und der Türkei sein. Quelle: wiwo.de / DMM 

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