Geschäftsreise

16. April 2018 | Von: Gernot Zielonka

Freud' und Ärger von Geschäftsreisenden

Schwaches WLAN (72 %), schlecht belüftete Zimmer (69 %), Plastikverpackungen beim Frühstück (66 %), das Ausfüllen von Anmeldeformularen beim Check-In (60 %), verschmutzte Teppichböden (52 %) und schlechte Lichtverhältnisse im Bad (51 %) – das sind die Hauptärgernisse für Geschäftsreisende in deutschen Hotels.

Nachstehend zentrale Ergebnisse einer Umfrage von American Express Global Business Travel (GBT) unter deutschen Geschäftsreisenden.   

Nur noch 35 % der Befragten dürfen heute ihr Hotel auf Geschäftsreisen noch frei wählen. Alle anderen bekommen von ihren Unternehmen eine vorselektierte Liste. Mehr als 68 % verwendeen für die Buchung ein Online-Buchungstool. Nur noch 13 % der Befragten buchen selbst telefonisch direkt im Hotel. Als Hotelkategorie wählen 82 % Drei- und Vier-Sterne-Hotels und nur 14 % schlafen in Budget-Häusern.   

Bei der Ankunft im Hotel ärgern sich Geschäftsreisende am häufigsten darüber, wenn sie nicht nach Ihren Zimmerpräferenzen gefragt werden (96 %) und dieses einfach zugeteilt bekommen (51 %). Das Ausfüllen des Anmeldeformulars ist einer Mehrheit lästig (60 %). Fast bedeutungslos scheint für Geschäftsreisende zu sein, dass sie als Stammgast oder Wiederkehrer begrüßt werden (19 % finden das gut).   

Im Zimmer sind es der Bodenbelag, die Zimmerluft und die WLAN-Geschwindigkeit, die heute das Wohlgefühl ausmachen. Zu warme Bettdecken stören hingegen nur wenige. Im Bad werden die WC-Bürste und der Vergrößerungsspiegel am wenigsten vermisst. Gerade beim Utensil fürs WC ist das allerdings etwas verwunderlich. Denn wer bitteschön möchte Spuren seiner Hinterlassenschaften dem Housekeeping zumuten? Wichtig hingegen sind der richtige Wasserdruck durch kalkfreie Duschköpfe und möglichst Schiebewände oder Türen statt Duschvorhang.   

Beim Frühstück hält der Siegeszug der Bioprodukte weiter an – immerhin 40 % der befragten Geschäftsreisenden vermissen sie auf dem Buffet. Pulverei und Plastikverpackungen sind den Gästen hingegen ein Dorn im Auge. Diese Umfrage bestätigt auch den Trend zum Filterkaffee: Fast 75 % der Befragten finden diesen durchaus akzeptabel.    

Aus Sicht der Businesstraveller ist es vor allem die Ausstattung eines Hotels, die das Wohlgefühl ausmacht. 84 % sehen darin das Potenzial für Ärgernisse. Das Personal hingegen spielt mit 14 % eine sehr untergeordnete Rolle als Verursacher von Ärgernissen. Nur 18 % wünschen sich demzufolge Hotels ohne Personal. Quelle: Amex GBT / DMM

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