Automobil

15. Mai 2017 | Von: Gernot Zielonka

Mazda CX-5 - Aufgewertete Generation Zwei

Zwei Themen beherrschten die Vorstellung der zweiten Generation des Mazda SUV CX5: Das neue Automobil als solches und die aktuelle deutschlandweite Diskussion um die Zukunft der Dieselmotorisierung. Letztere ist für den Leverkusener Importeur nicht ganz so bedeutsam wie z.B. für deutsche Hersteller, aber das Thema lässt auch Mazda nicht ganz kalt. Ganz heiß hingegen ist das Thema CX-5. Der neue Kompakt-SUV verschreibt sich nach Lesart Mazdas einer vollkommenen Harmonie mit dem Fahrer, den Passagieren und seiner Umwelt

Schon der Vorgänger, 2012 im Markt eingeführt, war das erste Modell der Marke, das mit den kompletten SKYACTIV Technologien für Motoren, Getriebe, Fahrwerke und Karosserien ausgerüstet war, und auch der erste Mazda mit der emotionalen Designsprache KODO – Soul of Motion. Bis heute verkauft sich der CX-5 bestens, er ist Mazdas bestes Pferd im Stall, jedenfalls in Deutschland. Und der Kompakt-SUV hat am Wachstum der Leverkusener hier zu Lande maßgeblichen Anteil. Nun präsentiert sich die zweite Generation mit einem weiterentwickelten KODO Design. Der Neuling, der am 19./20. Mai im Handel stehen wird, weist eine Reihe neuer und attraktiver Ausstattungsfeatures auf, das Sicherheitsniveau wurde auf ein höheres Level gehoben und auch die Motoren sind einen Tick effizienter geworden.  

Der CX-5 ist Teil eines Segments, das mittlerweile 10,7 % aller Neuzulassungen zwischen Flensburg und Berchtesgaden ausmacht. Wurden 2012 insgesamt 8.700 Einheiten des CX-5 der ersten Generation in Deutschland verkauft, so waren es 2016 schon 17.106. 30 % waren gewerbliche Kunden, meistens aus dem Bereich der Small Fleets. 42,2 % orderten bisher de höchste Ausstattung Sportsline, 56,7 % Allradantrieb. Auch interessant: Mehr als 60 % der CX-5-Kunden kommen von anderen Fahrzeugmarken.

Der CX-5 ist für die gewerbliche Klientel durchaus interessant. Denn laut Schwacke beträgt der Restwert beim 175 PS-Diesel nach 3 Jahren und 60.000 km Laufleistung 55 %. Damit ist der CX-5 in der Spitzengruppe. Nach den bisher vorliegenden Vorbestellungen zu urteilen pegelt sich der Diesel-Anteil beim Neuling bei ca. 43 % ein, das ist weniger als beim bisherigen Modell, hat wohl damit zu tun, dass bei den privaten wie gewerblichen Kunden eine gewisse Verunsicherung eingetreten ist, ob man noch einen Diesel kaufen soll oder nicht. Mazda-Geschäftsführer Bernhard Kaplan sieht die Angelegenheit nicht so dramatisch. Im Gegenteil: Der Automobilbauer will den CX-5 bis Ende 2017 auch als Selbstzünder in den USA anbieten und sogar in Japan, wo es an sich so gut wie keine Dieselfahrzeuge gibt, wird der SUV als Selbstzünder offeriert. Um aber für alle Fälle gewappnet zu sein, wird auch Mazda batterieelektrische Fahrzeuge vorstellen. Den Anfang macht ein vollkommen neues E-Auto in 2019, so Kaplan.

Im laufenden Jahr wollen die Leverkusener von ihrem Neuling deutschlandweit noch 11.000 Einheiten vermarkten, im ersten vollen Verkaufsjahr 2018 sollen es um die 20.000 werden. 

War schon das bisherige Modell aus dem Jahr 2012 aerodynamisch eine Art Musterknabe im Segment, wurde der Luftwiderstand um weitere rund 6 % verringert werden. Unverfälscht zur Geltung kommen die KODO Formen in der neuen Sonderlackierung Magmarot Metallic, eine Weiterentwicklung der beim ersten Mazda CX-5 und weiteren Mazda Modellen höchst erfolgreichen Sonderfarbe Rubinrot Metallic.   

Im Interieur verbindet der neue Mazda CX-5 eine hochwertige Qualitätsanmutung mit durchdachter Ergonomie und optimierten Anzeigen. Alle wichtigen Instrumente und Bedienelemente sind so arrangiert, dass sie mit höchster Präzision und geringstem Aufwand bedient und abgelesen werden können. Viele clevere Detailverbesserungen ermöglichen eine noch einfachere, komfortablere und sicherere Bedienung: z.B. die neue Anordnung der Bedientasten auf dem griffigeren Leder-lenkrad (mit vereinfachtem Tasten-Layout und Lenkradheizung), der höher positionierte Schalthebel mit den gewohnt kurzen Schaltwegen und das in zwei Ausführungen erhältliche Head-up Display, das – erstmals in einem Mazda Modell – die Infos auf die Windschutzscheibe projiziert. Dieses Head-up-Display ist im Technik-Paket enthalten, das für die Sportsline zu haben ist. Das ansonsten serienmäßige Head-up-Display in Form einer billigen Plexiglasscheibe wird dem Anspruch eines solchen Wagens alles andere als gerecht, zumal es in Bezug auf die je nach Fahrergröße notwendige Neigungswinkelverstellung auch noch ziemlich kompliziert zu verstellen ist. Auch beim kleinen Navi kann man sich Besseres vorstellen. Das ist’s aber auch schon mit kritischen Anmerkungen.  

Zu den weiteren Ausstattungs-Highlights zählen die neue elektrische bedienbare Heckklappe, die elektrisch einstellbaren, in Schwarz und Weiß verfügbaren Ledersitze, Fahrersitz mit Memory-Funktion, das MZD Connect System für eine intuitive Smartphone-Einbindung sowie das speziell für den Mazda CX-5 entwickelte BOSE Sound System mit zehn Lautsprechern.   

Auch der CX-5 des Jahrgangs 2017 wird von innovativen SKYACTIV Rightsizing-Triebwerken angetrieben. Als Benziner steht der 2,0-Liter große SKYACTIV-G 165 mit 121 kW/165 PS in Kombination mit Frontantrieb (Verbrauch 6,4 l/100 km; CO2: 149 g/km) bzw. als SKYACTIV-G 160 mit 118 kW/160 PS in Verbindung mit dem nochmals verbesserten i-ACTIV AWD Allradantrieb zur Verfügung (Verbrauch 6,8 l/100 km; CO2: 159 g/km). Bei letzterem steht optional zum serienmäßigen SKYACTIV-MT Sechsgang-Schaltgetriebe die Sechsstufen-Automatik SKYACTIV-Drive zur Wahl (Verbrauch 6,6 l/100 km; CO2: 155 g/km).   

Komplettiert wird das Antriebsangebot vom hochmodernen SKYACTIV-D Vierzylinder-Dieselmotor in Vollaluminium-Bauweise mit Bi-Turbo-Aufladung, der in zwei Leistungsstufen als D 150 mit 110 kW/150 PS und als D 175 mit 129 kW/175 PS zur Verfügung steht. Der D 150 ist wahlweise mit Frontantrieb (Verbrauch 5,0 l/100 km; CO2: 132 g/km) oder mit i-ACTIV AWD Allradantrieb (Verbrauch 5,4 l/100 km; CO2: 142 g/km) kombinierbar. Für beide Antriebsvarianten des D 150 ist optional zum Sechsgang-Schaltgetriebe die Automatik erhältlich (Verbrauch FWD: 5,6 l/100 km; CO2: 147 g/km; Verbrauch AWD: 5,8 l/100 km; CO2: 152 g/km).  Der stärkere D 175 ist nur in Kombination mit dem i-ACTIV AWD Allradantrieb erhältlich und überträgt seine Kraft serienmäßig über das Sechsgang-Schaltgetriebe (Verbrauch 5,4 l/100 km; CO2: 142 g/km). Gegen Aufpreis steht hier ebenfalls die Sechsstufen-Automatik zur Verfügung (Verbrauch 5,8 l/100 km; CO2: 152 g/km). Ganz neu sein wird ein 2,5 l Benziner mit Zylinder-Deaktivierung (Zylinder 1 und 4). Der neue Motor wird ab August verfügbar sein.  

Positiv aufgefallen ist uns beim „kleinen“ Diesel die verhältnismäßig hohe Laufkultur – hat u.a. mit dem Verbauen von mehr Dämmmaterial und der „Blockade von Geräuschpfaden zu tun – und das direkte Ansprechverhalten. Beim direkten Vergleich mit dem Vorgänger fällt zudem das Plus an Agilität auf. Und man glaubt an ein präziseres Fahrverhalten dank Modifikationen an Fahrwerk, Karosserie und Lenkung sowie der Fahrdynamik-Regelung G-Vectoring Control.    

Erstmals in dieser Baureihe verfügbar sind der erweiterte City-Notbremsassistent (SCBS) mit Fußgängererkennung und die Verkehrszeichenerkennung (TSR; in Verbindung mit Navigationssystem), während der neue Stauassistent der adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage mit radargestützter Distanzregelung (MRCC) das Fahren in dichtem Verkehr erleichtert. Beim Verkehr durch die quirlige Metropole Barcelona und ihren zig Tausenden Kamikaze-Motorrollerfahrern ist das allerdings leichter gesagt als getan.  

Auch das neue Matrix LED-Lichtsystem mit zwölf Segmenten bietet neue Zusatzfunktionen: etwa ein blendfreies Fernlicht, eine bessere Ausleuchtung von Kurven und Kreuzungsbereichen sowie einen Autobahn-Modus mit besonders großer Reichweite. 

Ein Tipp: Wir halten den größeren Diesel für die sinnvollere Alternative und als Farbe empfehlen wir das neue Soul Red Crystal. Quelle: DMM / Mazda

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