Giruno-Einsätze verzögern sich...

... weil Siemens es nicht schafft, die Zugsicherungssysteme rechtzeitig in die 29 Hochgeschwindigkeits-Garnituren zu verbauen. Siemens hat als Lieferant des Zugsicherungssystems (ETCS-Ausrüstung) für die Superzüge, die Stadler Rail für die SBB entwickelt hat und aktuell produziert, Verzug angemeldet.

Siemens kommt bei den neuen SBB Hochgeschwindigkeitszügen Giruno mit dem Einbau der Zugsicherungssysteme nicht nach. Foto: G. Zielonka

Siemens kommt bei den neuen SBB Hochgeschwindigkeitszügen Giruno mit dem Einbau der Zugsicherungssysteme nicht nach. Foto: G. Zielonka

Im Oktober 2014 bestellte die SBB bei Stadler 29 Hochgeschwindigkeitstriebzüge, die u.a. auf der Verbindung von Frankfurt/M über Basel und Zürich durch den Gotthard-Basistunnel nach Mailand eingesetzt werden sollen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt konnten dank der guten Zusammenarbeit der Projektteams von SBB und Stadler alle 46 vertraglich vereinbarten "Meilensteine" im Zusammenhang mit Entwicklung, Produktion und Übergabe termingerecht umgesetzt werden. Die umfangreichen Testfahrten verlaufen technisch auf deutscher und schweizer Seite problemlos und sind im Zeitplan.

Der Giruno soll neben der Schweiz auch in Deutschland, Österreich und Italien zugelassen werden, um einen grenzüberquerenden Betrieb zu ermöglichen. 

Nun schafft es Siemens nicht, die Zugsicherungssysteme zeitgerecht liefern zu können. Mit Gegenmaßnahmen konnte aber sichergestellt werden, dass die Verspätung aktuell keinen Einfluss auf die Inbetriebsetzung in der Schweiz und in Italien bis Ende 2019 haben wird. Verzögern wird sich aber die Zulassung des Giruno für den grenzüberschreitenden Betrieb mit Deutschland und Österreich. Und das um 14 Monate. Die beteiligten Bahn-Unternehmen arbeiten gemeinsam an Lösungen, um die Liefersituation zu entspannen. Quelle: SBB / DMM

 

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