"Hotelier" Hilpert ist tot

Der „Hotelier und Immobilienhändler“ Axel Hilpert ist in der Nacht zum Donnerstag (09. August 2018) im Alter von 70 Jahren in der JVA Hakenfelde gestorben. Dort saß er eine Haftstrafe wegen Betrugs ab. Eine Obduktion ist angeordnet, meldet die Berliner Zeitung.

 

Im Februar 2017 war Hilpert wegen Betrugs im Zusammenhang mit dem Bau des Luxusresorts Schwielowsee in Petzow bei Brandenburg/Havel zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Er soll sich durch fingierte Baurechnungen und über ein undurchsichtiges Firmenkonstrukt nahezu 3 Mio. Euro von der landeseigenen Investitionsbank erschlichen haben, stellte das Gericht seinerzeit fest.

Der 1947 im thüringischen Nordhausen geborene ungelernte Kaufmann war in der DDR laut BZ Stasi-Agent und Kunsthändler, Ehrenoberst des kubanischen Geheimdienstes und Jäger im Auftrag des MfS, wobei er auch unbescholtene Menschen, die die Flucht in den Westen planten verriet und die dafür langjährige Gefängnisstrafen erhielten. Hilpert half auc h Schalck-Golodkowskis Devisenimperium Kommerzielle Koordinierung (KoKo) dabei, Antiquitätensammler auszuplündern. Nach 1989 versuchte er sich glücklos im Immobiliengeschäft. Erst mit dem Resort Schwielowsee – das er mit Hans-Hermann Tiedje betrieb, dem Ex-Bild-Chefredakteur und Gründer der Lobbyagentur WMP Eurocom – schien er wieder Erfolg zu haben. Bis sich herausstellte, dass auch dieses auf Betrug gegründet war. Quelle: Berliner Zeitung / DMM

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