„Low Emission Zones" in Europa

Immer mehr Länder in Europa richten "Low Emission Zones" (LEZ) ein, um die europäischen Vorgaben in Sachen Abgase durch Autos mit Verbrennermotoren zu erfüllen. Das können Umweltzonen, City-Maut oder wie in Hamburg Zufahrtsbeschränkungen sein.

Als Autofahrer, insbesondere auch Dienstwagennutzer, sollte man sich schlau machen: Welche Fahrzeuge haben freie Fahrt? Muss ich mich registrieren? Wo sind Aufkleber erhältlich? Welche Strafen drohen Sündern?

Andere Länder, andere, teils komplizierte Regeln. Beispiel Großbritannien: Für die Innenstadt von London wird eine City-Maut fällig, der Großraum London ist eine LEZ. Die Gebühren richten sich nach Fahrzeugtyp und Abgasnorm. Allerdings lohnt sich absolut nicht, durch London mit dem Pkw zu fahren. Denn der Verkehr ist derart dicht, trotz teurer Maut, dass man für 1 km Fahrtstrecke mindestens 10 Minuten oder mehr einplanen muss. Für die LEZ müssen die Fahrzeuge registriert werden. Das dazu nötige Formular kann online oder telefonisch bei Transport for London (TfL) oder bei Euro Parking Collection (EPC) angefordert werden. Achtung: Das Prozedere dauert zirka zehn Tage.

Die Franzosen verlangen vor der Einfahrt in die Umweltzonen zwingend eine Crit'Air-Vignette. Welche der sechs unterschiedlichen Plaketten zugeteilt wird, hängt von der Schadstoff-Norm, der Erstzulassung und vom Fahrzeugtyp ab. Die Vignette ist über das französische Umweltministerium online bestellbar. Wer ohne den Aufkleber erwischt wird, zahlt je nach Fahrzeugtyp zwischen 68 und 375 Euro.

Italien-Reisende sehen vor vielen historischen Zentren das Schild "Zona a traffico limitato" (ZTL). Die Einfahrt ist für Besucher generell oder zu bestimmten Zeiten untersagt. Auch in Städten wie Mailand, Bologna oder Palermo gibt es zu bestimmten Zeiten für Fahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß kein Reinkommen. Die anderen zahlen eine City-Maut.

Städte wie Lissabon, Barcelona oder Athen leben ebenfalls mit teils temporären Umweltzonen, verzichten aber auf Registrierung und Plaketten. Die Kontrolle der Emissionsklasse erfolgt manuell über die Fahrzeugpapiere.

Tschechien, Österreich und Dänemark verschreiben gegen die dicke Luft in Umweltzonen bislang Fahrverbote nur für Lkw und Busse, sofern diese bestimmte Euro-Normen nicht erfüllen. Detaillierte Informationen haben Automobilclubs und das Umweltbundesamt. Quelle: ProMotor / DMM 

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