Schlechter September fürs Deutschlandgeschäft

Der September 2018 war für den Premium-Autobauer Audi ein eher schechter Monat. Der Hersteller hat weltweit rund 139.150 Automobile an Kunden übergeben, ein Rückgang um 22,0 % gegenüber der Bestmarke aus dem Vorjahr. Nach überdurchschnittlichen Verkaufsergebnissen in Europa in den letzten beiden Monaten durch den Abfluss bevorrateter Modelle wirken sich wie erwartet im September die zunehmend leeren Lager sowie die Einschränkungen im Verkaufsangebot belastend auf die Auslieferungen aus.

Audi meldet einen schlechten September fürs Deutschland-Geschäft. Foto Audi

Audi meldet einen schlechten September fürs Deutschland-Geschäft. Foto Audi

„Wir haben herausfordernde Monate erwartet und nehmen uns aktiv der Situation an“, sagt Bram Schot, kommissarischer Vorstandsvorsitzender und Vorstand für Vertrieb und Marketing der Audi AG. „Woche für Woche haben wir weitere Motor-Getriebe-Varianten wieder im Angebot und die Resonanz auf unsere neuen Modelle ist sehr positiv.“ Trotz der erheblichen unterjährigen Schwankungen geht das Unternehmen aktuell weiterhin von Auslieferungen nahezu auf Vorjahresniveau aus.

In Europa rechnet Audi in den nächsten Monaten weiterhin mit schwankenden Auslieferungen bedingt durch die Umstellung auf den WLTP-Prüfzyklus sowie das anspruchsvolle An- und Auslaufszenario im Rahmen der Modelloffensive. Im September blieben die Verkäufe auf dem Heimatkontinent angebotsbedingt mit rund 37.200 Einheiten um 55,5 % gegenüber Vorjahr zurück. In Deutschland meldeten die Händler für den vergangenen Monat ein Minus von 69,4 %. Im Rahmen einer gesetzlichen Regelung dürfen Hersteller dort nach dem 01. September nur noch 10 % ihres Vorjahresvolumens an Autos zulassen, die nach dem bisherigen irritierenden NEFZ-Prüfverfahren homologiert wurden.

Die Region Nordamerika erzielte im September ein Plus von 1,2 %. Mit 19.350 Autos verzeichnete Audi of America den 93. Rekordmonat in Folge (+0,2%). Eine überdurchschnittlich hohe Nachfrage bei US-amerikanischen Kunden generierte im September das Modell Q5 (+61,4 % auf 7.419 Einheiten). Insgesamt setzte das Unternehmen seit Jahresbeginn auf dem US-Markt 167.420 Automobile ab (+4,0 %).  Das kumulierte Absatzplus für die gesamte Region Nordamerika beträgt 4,2 Prozent. Quelle. Audi / DMM