Test der Direktkommunikation für verschiedene Fahrzeuge

Die erste Live-Demonstration der C-V2X-Direktkommunikationstechnologie für Fahrzeuge verschiedener Automobilhersteller melden die 5G Automotive Association (5GAA), BMW Group, Ford Motor Company und Groupe PSA - zusammen mit Qualcomm Technologies.

Zur Demonstration gehörte auch eine Live-Vorführung der direkten Kommunikationstechnologie C-V2X zwischen Pkw, Motorrädern und Infrastruktureinrichtungen. C-V2X ist eine globale Lösung für die sogenannte "Vehicle-to-Everything-Kommunikation" (V2X), die der
Verbesserung der Fahrzeugsicherheit, des automatisierten Fahrens und der Verkehrseffizienz dienen soll.

Die Demonstration zeigte die sicherheits- und verkehrstechnischen Vorteile einer Verwendung der C-V2X-Technologie einerseits zur Kollisionsvermeidung (mittels Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation, engl. V2V) sowie zur Vernetzung mit den Verkehrssignalanlagen (Fahrzeug-zu-Infrastruktur-Kommunikation, engl. V2I) sowie den Verkehrsmanagementzentralen (TMC). Die C-V2X-Technologie wurde dabei mit Echtzeit-Direktkommunikation betrieben, um die Möglichkeit aufzuzeigen, auch ohne Mobilfunknetzabdeckung zu arbeiten, was eine kommerzielle Marktreife für den industriellen Einsatz bereits ab dem Jahr 2020 versprechen könnte.

Sechs Anwendungsfälle wurden gezeigt:
1.    Elektronisches Notfall-Bremslicht,
2.    Kollisionswarnung an Kreuzungen,
3.    Kollisionswarnung beim Abbiegen,
4.    Warnung vor langsamen und stehenden Fahrzeugen,
5.    Warnung vor Signalverstößen sowie
6.    Warnung vor gefährdeten Verkehrsteilnehmern.

Zum Einsatz kamen zweirädrige Elektroroller der BMW Group sowie  Pkw von Ford, PSA und BMW, die alle mit der C-V2X-Direktkommunikationstechnologie und der Chipsatz-Lösung 9150 C-V2X von Qualcomm ausgestattet waren. V2X-Softwarestack und Anwendungssoftware mit der entsprechenden straßenseitigen Infrastruktur wurden vom Branchenführer Savari bereitgestellt.

Mobilfunkmodems sind der Schlüssel zum Einsatz der C-V2X-Technologie in Fahrzeugen, um Telematik- und eCall-Systeme, vernetztes Infotainment und die Bereitstellung nützlicher Fahr-, Verkehrs- und Parkinformationen zu unterstützen. Da die C-V2X-Direktkommunikationstechnologie in das Funkmodem integriert ist, wird davon ausgegangen, dass die C-V2X-Lösungen kosteneffizienter und wirtschaftlicher als konkurrierende Technologien sind und von den steigenden Verkaufsraten profitieren wird. C-V2X-Feldversuche laufen zurzeit in Deutschland, Frankreich, Korea, China, Japan und den USA.  

"Die BMW Group hatte bereits 2013, bei der Markteinführung des BMW i3, die ersten C-ITS Anwendungsfälle auf den Markt gebracht. Heute sind die meisten der geplanten C-ITS-Anwendungsfälle bereits zur Norm geworden. Mit der Einführung von C-V2X liefert die BMW Group das letzte Puzzleteil mit einem praktischen Weg zu C-ITS, der rasche Vorteile aufzeigt", erklärt Christoph Grote, Senior Vice President Elektronik, BMW Group.

"Mit der Fähigkeit, Fahrzeuge sicher und zuverlässig zu verbinden, zusammen mit der Weiterentwicklung hin zu 5G, ist die C-V2X-Technologie integraler Bestandteil der Vision von Ford für die Mobilität der Zukunft, bei dem alle Autos und Infrastrukturen miteinander kommunizieren", sagt Thomas Lukaszewicz, Manager Automated Driving bei Ford Europa. "Die vorläufigen Testergebnisse in Europa und anderswo haben uns in unserer Meinung bestätigt, dass die C-V2X-Technologie über leistungsfähigere V2X-Kommunikationsfunktionen verfügt."

"Wir arbeiten an einer nahtlosen Kommunikation zwischen den Fahrzeugen und ihrer Umgebung, um die Verkehrssicherheit und die Sicherheit unserer Kunden zu erhöhen", erklärt Carla Gohin, Vice President for Research and Advanced Engineering bei PSA. "Nach der europaweit ersten Vorführung der C-V2X-Direktkommunikationstechnologie, die wir im vergangenen März mit Qualcomm Technologies veranstaltet haben, freuen wir uns, heute mit führenden Automobil- und Technologieunternehmen zusammenzuarbeiten, um zu zeigen, dass die C-V2X-Interoperabilität eine Realität geworden ist."

"Diese Demonstration der Interoperabilität zwischen mehreren Automobilherstellern ist nicht nur ein weiterer Meilenstein für den Einsatz der C-V2X-Technologie, sondern bestätigt auch die Marktreife und globale Kompatibilität der Direktkommunikation von C-V2X für vernetzte Fahrzeuge", sagt Enrico Salvatori, Senior Vice President & President, Qualcomm Europe und MEA. Quelle: Ford / DMM

 

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